Kevelaer putzt sich online heraus

Neue Homepage : Kevelaer putzt sich online heraus

Rund eineinhalb Jahre arbeitete man im Rathaus daran, die Web-Seite der Stadt auf den neuesten Stand zu bringen. Jetzt ist sie online und auch für mobile Geräte optimiert. Die Bürger sollen viel von zuhause erledigen können.

Die Marienstadt stellt sich im Internet ganz neu auf. Jetzt ging die neu gestaltete Web-Seite ans Netz. Die wichtigsten Fakten zum neuen Auftritt im weltweiten Netz.

Warum wurde die Seite überarbeitet? Bürgermeister Dominik Pichler ist für offene Worte bekannt, auch zur alten Webseite hat er eine klare Meinung. „Die Seite war aus der Zeit gefallen“, lautete sein wenig schmeichelhaftes Urteil. Viele Jahre war die Seite nicht überarbeitet worden. Ein Relaunch war dringend nötig.

Was ist optisch neu? Auf den ersten Blick fallen die Unterschiede ins Auge. Die neue Seite ist freundlicher, übersichtlicher. Entschlackt könnte man sagen. Vorher dominierte der Text, jetzt sind es Kacheln mit Fotos, die in diverse Untermenüs führen. Geblieben ist allerdings die Adresse. Kevelaer ist im Netz weiter unter kevelaer.de zu erreichen.

Was ist inhaltlich neu? Die neue Seite ist barrierefrei, das bedeutet, dass die Schriftgröße verändert werden kann, damit jeder auch alles lesen kann. Zudem gibt es die Funktion: Vorlesen. Per Mausclick wird dann die Seite vom Computer vorgelesen. Neu ist, dass der Bereich Tourismus ausgegliedert ist. Er ist inzwischen so umfangreich, dass er einen eigenen Auftritt bekommen hat. Eine eigene Seite hatten bereits die Stadtwerke. Auch der Web-Auftritt ist überarbeitet. Alle Bereiche sind untereinander verlinkt. Über große Buttons am Rand kann jeder zwischen den drei Seiten hin- und herwechseln. Per Button kommt jeder auch ins Kontaktmenue. Wer schnell die Nummer der Stadtverwaltung sucht, muss sich jetzt nicht durch diverse Menues klicken.

Was kann ich von zuhause erledigen? Schon jetzt eine Menge. Diverse Formulare können online ausgefüllt und abgeschickt werden. Was noch fehlt, ist die Möglichkeit der elektronischen Unterschrift. Das Verfahren ist aufwändig. Daher müssen solche Formulare derzeit noch ausgedruckt und per Hand unterschrieben werden.

Wie lange hat es gedauert? Rund eineinhalb Jahre zog sich der Relaunch hin. Es habe so lange gedauert, weil alles komplett erneuert wurde. Kein Text wurde übernommen, alles neu eingegeben. Hinzu kamen Vorgaben durch die neue Datenschutzgrundverordnung. Jeder, der mit Namen auf der Seite auftaucht, musste um das Einverständnis gefragt werden. Alle Fotos sind neu, die Personen darauf haben ebenfalls eingewilligt, auf der Seite gezeigt zu werden. Weil alles so aufwändig war, musste die Freischaltung der Seite verschoben werden. Sie sollte eigentlich bereits vor einigen Wochen erfolgen.

Wer hat den Relaunch gestemmt? Es gab im Haus dazu eine Projektgruppe, zudem hatte jede Abteilung einen Internetbeauftragten, der sich in die Umgestaltung eingebracht hat.

Was hat es gekostet? „Viele Nerven“, ist die scherzhafte Auskunft der Verantwortlichen. Konkrete Zahlen zu den Kosten gab es allerdings nicht.

Wie geht es weiter? Der Auftritt der Stadt im Netz lebe weiter, heißt es. Das bedeutet konkret, dass ständig an Verbesserungen gearbeitet wird. Die Bürger sind ausdrücklich aufgefordert, sich dabei einzubringen und ihre Wünsche und Anregungen zu artikulieren.