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Kevelaer: Moosbur in Wetten macht aus Alkohol Desinfektionsmittel

Aktion bei Moosbur in Wetten : Riesige Resonanz auf Aufruf zur Alkoholspende

Der Aufruf, Alkohol zu spenden, kommt bestens an. Viele bringen ihre Flaschen zu Moosbur nach Wetten.

Die Resonanz war schon in den Tagen davor nicht schlecht. Aber nach dem Artikel in der RP „wurden wir förmlich erschlagen“. So beschreibt Ernst Deselaers von der Kornbrennerei Moosbur in Wetten den Erfolg seiner Aktion „Alkohol für Desinfektionsmittel“. Massenweise räumen die Leute ihre Spirituosenbestände, auf dass bei Moosbur wegen des Coronavirus dringend benötigte Desinfektionsmittel hergestellt werden können. Mittlerweile weiß man bei der Firma kaum noch, wohin mit dem Altglas. „Aber da lassen wir uns mit Schönmackers noch eine Lösung einfallen“, so Deselaers.

Auch Hans-Günter Verhoeven aus Geldern brachte Alkohol zu Moosbur. Foto: Klatt

Währenddessen bildet sich vor der Alkohol-Sammelstation eine kleine Autoschlange. Hans-Günter Verhoeven hat aus Geldern die Adresse Marienstraße 111 in Wetten angesteuert. „Ich habe in der RP davon gelesen.“ Anna Janßen aus Herongen hat bei der Verwandtschaft Alkoholika gesammelt. Auch Heinz-Josef van Baal aus Winnekendonk ist durch die RP auf die Aktion aufmerksam geworden. Bei ihm hat sich im Schrank zehn Jahre lang einiges angesammelt. Ein Quartett aus Kevelaer deponiert Dutzende von Flaschen in dem großen Drahtkorb. Ein anderer Spender hat sogar eine Flasche Absinth-Konzentrat hinterlassen.

Deselaers ist überwältigt von der Hilfsbereitschaft. Und seine Motivation umreißt er so: „Ich will auch in schwierigen Zeiten meinen Beitrag leisten.“