Anwohner können Einwände in Kevelaer vorbringen So geht es bei den Häusern an der Alten Heerstraße weiter

Kevelaer · Beim Bau von drei Mehrfamilienhäusern können Anwohner Bedenken einreichen. Entstehen sollen im Südpark Wohnungen mit günstigen Mieten.

Hier am Südpark sollen die drei Mehrfamilienhäuser entstehen.

Hier am Südpark sollen die drei Mehrfamilienhäuser entstehen.

Foto: Latzel

Bei den Plänen zu Häusern mit günstigen Mieten an der Alten Heerstraße hatten Anwohner Bedenken angemeldet. Jetzt sollen sie die Möglichkeit bekommen, ihre Einwände im Verfahren vorzubringen. Der Ausschuss hat die Aufstellung des Bebauungsplanes beschlossen. Das bedeutet gleichzeitig, dass damit auch die Beteiligung der Öffentlichkeit beginnt. Bürger und Behörden können Stellungnahmen zu dem Projekt einbringen.

Wie berichtet, möchte die Stadt am Südpark an der Alten Heerstraße drei Mehrfamilienhäuser errichten lassen. Hier sollen Wohnungen mit günstigen Mieten entstehen. Denn in der Stadt gibt es einen großen Bedarf an bezahlbarem Wohnraum. Ursprünglich war geplant, an der Stelle eine Flüchtlingsunterkunft zu errichten. Stattdessen entschieden sich Politik und Verwaltung dafür, hier die Mehrfamilienhäuser zu bauen, um zusätzliche Wohnungen anbieten zu können.

Gegen die Pläne hatte sich Widerstand seitens der Anwohner geregt, die vor allem wegen des Eingriffs in den Südpark Bedenken hatten. In der Ausschusssitzung hatte ein Betroffener daher noch einmal nachgefragt, welche Möglichkeiten es für Anwohner gebe, sich im weiteren Verfahren einzubringen. Bürgermeister Dominik Pichler griff zu einem Vergleich aus dem Sport. „Was jetzt passiert, ist der Startschuss zu einem 5000-Meter-Lauf. Es ist also noch eine weite Strecke bis zum Ziel. Anwohner haben die Gelegenheit, Einwände einzubringen, die dann abgewogen werden und in die Entscheidung einfließen“, erläuterte er.

Vorgesehen ist ein Grundstück in der Nähe der Alten Heerstraße.

Vorgesehen ist ein Grundstück in der Nähe der Alten Heerstraße.

Foto: Latzel

Ulrich Hühnerbein-Ahlers (Grüne) wies darauf hin, dass er wisse, dass es ein viel diskutiertes Thema sei, dort bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. „Für uns ist es nach Gesprächen mit den betroffenen Bürgern wichtig, das Signal zu senden, dass wir die Bedenken ernst nehmen und in dem Verfahren abwägen. Hier wird nichts im Handstreich entschieden“, versicherte er. Die Grünen würden auch den Eingriff in den Südpark bedauern. „Doch auch wir haben uns den bezahlbaren Wohnraum auf die Fahne geschrieben. Wenn es Alternativen an anderen Stellen geben würde, würden wir diese direkt prüfen.“ Aber die  gebe es nun einmal nicht, deshalb stimme man schweren Herzens zu.

Der Bürgermeister versicherte noch einmal, dass mit der Aufstellung des Bebauungsplanes noch gar nichts endgültig beschlossen sei. Es gehe da um ein Prüfverfahren. Man könne ja jetzt noch nicht wissen, was da am Ende herauskomme. Das betonte auch Mario Maaßen (CDU): „Jetzt wird alles gesammelt, bewertet und dann entschieden. Es gab schon Fälle, da ist die Entscheidung am Ende ganz anders ausgefallen.“

Auf Anregung der FDP soll eine Hecke in dem Bereich auf jeden Fall erhalten bleiben. Für die SPD betonte auch der Fraktionsvorsitzende Norbert Baumann noch einmal, wie wichtig es sei, in Kevelaer bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Entstehen sollen an der Alten Heerstraße drei Häuser mit insgesamt 40 Wohnungen. Ein Investor soll das Projekt realisieren. Bei den Parkplätzen plane man mit einem Stellplatz pro Wohnung. Das reiche. Denn erfahrungsgemäß hätten Menschen, die für solche Wohnungen infrage kommen weniger Autos als der Durchschnitt.

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