Kevelaer: Mann in Vorgarten beim Blumengießen verschüttet

Tagesbruch in Kevelaer : Mann gießt seine Blumen - plötzlich bricht der Boden weg

Der Senior wollte im Vorgarten Blumen gießen. Da öffnete sich der Boden und ließ den Mann in die Tiefe stürzen. Nach rund zwei Stunden konnte die Feuerwehr ihn aus der gut zwei Meter tiefen Grube retten.

Für einen ungewöhnlichen Einsatz ist die Kevelaerer Feuerwehr am Montag zur Humboldtstraße gerufen worden. Dort steckte ein etwa 80-jähriger Mann in einem Erdloch, das aber bis kurz vor 15 Uhr noch gar nicht da war. Der Boden öffnete sich, als der Kevelaerer in seinem gepflasterten Vorgarten gerade Blumen gießen wollte. Der Mann stürzte in die Grube.

Als die Feuerwehr kurz nach dem um 14.55 Uhr erfolgten Alarm am Einsatzort eintraf, stand der Senior „bis zu den Knien im Sand. Sein Kopf befand sich etwa zehn Zentimeter unter der Oberkante“, berichtete Georg Metzelaers, der Leiter der Kevelaerer Feuerwehr. Die Grube war demnach gut zwei Meter tief.

Die Feuerwehr musste zunächst dafür sorgen, dass der Mann gesichert wurde und nicht weiter abrutschte. Deshalb band man ihn an der Drehleiter fest. Dann begannen die 25 Mann des Löschzugs Kevelaer, die vor Ort waren, damit, den Verunglückten vorsichtig auszubuddeln. Metzelaers: „Das musste zunächst mal mit der Hand geschehen, denn die Ränder gaben immer nach. Wir mussten dafür sorgen, dass die Lage erst mal stabil wurde.“

Während die Feuerwehrleute die Grube sicherten, wurde der Mann ärztlich versorgt. So bekam er beispielsweise einen Tropf verabreicht. „Er hat sich die ganze Zeit über gut gehalten“, beschreibt der Feuerwehrleiter seine Sicht auf den im Erdreich Steckenden.

Als die Lage am Erdloch im Griff war, rückte ein Bagger für die groben Arbeiten an, um das Loch für die Bergung zu weiten. „Glücklicherweise ist ein Feuerwehrkamerad Garten- und Landschaftsbauer, der lieh uns den Bagger sofort aus“, so Metzelaers. Langsam wurde der Mann hochgehievt und auf ein Rettungsbrett gelegt. Mit dem Rettungswagen kam er ins Kevelaerer Krankenhaus. Über die Art und Schwere der Verletzungen konnten weder Feuerwehr noch Polizei Angaben machen.

Gegen 17 Uhr war der Einsatz der Feuerwehr auf der Humboldtstraße beendet. Wie es zu diesem Tagesbruch kommen konnte, ist noch offen. Nach Angaben des Feuerwehrleiters waren keine Ausspülungen festzustellen. Auch verliefen an dieser Stelle keine Rohre. Und auch Bergbauschäden hält er für nicht sehr wahrscheinlich. Das Tiefbauamt der Stadt Kevelaer sieht sich am Dienstag den Unglücksort genauer an.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Mann in Vorgarten in Kevelaer verschüttet