Kevelaer kürt die Gewinner der Marketingpreise

Preisverleihung : Kevelaer kürt die Marketingpreisträger

Mit einem unterhaltsamen Programm sind am Freitagabend die Gewinner geehrt worden. Auszeichnungen gingen diesmal an die Landpartie, Franz-Josef Schraven, Sebastian Hardt und die Firma EcoChalet.

In Schale geworfen hatten sich die zahlreichen Besucher und Preisträger bei der feierlichen Verleihung der Marketingpreise. Und auch der Saal präsentierte sich mit seiner neuen ansprechenden Bestuhlung dem Anlass angemessen, bei dem es wieder einen unterhaltsamen Mix aus Preisverleihung und Unterhaltung gab.

Auf der Bühne wurde es richtig voll. Vor allem als die Organisatoren der Landpartie nach oben gerufen wurden. Für die Initiative gab es diesmal den Sonderpreis. Die beiden Initiatorinnen, die Kevelaerer Fotografin Raphaele Feldbrügge und Kulturmanagerin Anne van Rennings, hatten im August 2015 die Idee nach Kevelaer gebracht. Inspiriert waren sie von der Kulturellen Landpartie im Wendland und den Atelierrouten in den Niederlanden. Ihre Idee traf auf viele offene Ohren, und so beteiligten sich bereits bei der Premiere 2016 über 50 Künstler an zwölf Ausstellungs- und Veranstaltungsorten. Die Landpartie wuchs, 2018 waren über 100 Kreative mit von der Partie. „Die Vielfalt war und ist unser großes Anliegen, wir möchten die Besucher teilhaben lassen an der unglaublichen Schaffenskraft der lokal und regional aktiven Kunst- und Kulturschaffenden. Auch wir entdecken dabei immer wieder Neues“, erklärt Raphaele Feldbrügge. „Wir sehen die Landpartie als Plattform für Künstler und kreativ aktive Menschen, ihre Leidenschaft mit einem großen Publikum zu teilen“, ergänzt Anne van Rennings.

Vor einigen Tagen durfte Sebastian Hardt bei der Rheinischen Post in Düsseldorf bereits eine Auszeichnung entgegennehmen. Er erhielt den Gründerpreis der Wirtschaftsförderung des Kreises Kleve. Wie Nanomaterialien nach individuellem Kundenwunsch optimal hergestellt werden, zeigt das Start-up HSWmaterials GmbH. Geschäftsführer Sebastian Hardt setzt auf Synthese nach Maß und baut verfahrenstechnische Anlagen für deren Herstellung. Dafür bekam er den Marketing-Preis in der Kategorie Unternehmensgründung. „Zu sehen, dass die Schrauben, an denen du drehst, die richtigen sind, um das zu erreichen, was man wollte – das ist schon toll“, sagt der Jungunternehmer. Nach der Gründung in 2017 hat der Maschinenbauer aus Kevelaer sein Projekt in weniger als zwei Jahren zu einem Unternehmen gemacht, das sich trägt und wächst. Momentan arbeiten Hardt und sein Team vor allem an der Technologie von Sprayflammenanlagen. In dieser werden Partikel mit ganz bestimmten Eigenschaften aus unterschiedlichen Stoffen hergestellt. Die benötigten Ausgangsmaterialien werden dabei in eine Flamme gesprüht. Bei der Verbrennung zersetzen sie sich und es entstehen Nanopartikel.

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Der Preis für die Unternehmerpersönlichkeit ging an Franz-Josef Schraven. Er ist so etwas wie ein Pionier in Sachen Nutzung der Energie aus der Sonne. Als er vor gut 15 Jahren sein Unternehmen mit dem Schwerpunkt Erneuerbare Energien gründete, waren die Themen Klima- und Umweltschutz tagespolitisch und medial nicht so populär besetzt wie heute. Doch für das ehemalige BUND-Kreisvorstandsmitglied sprachen die Zeichen der Zeit eine eindeutige Sprache. 2004 gab es im Vergleich zu heute noch wenig Photovoltaikanlagen in Deutschland, doch mit der ersten eigenen Photovoltaik-Anlage (PV) waren die Weichen gestellt. Neben ungezählten kleinen und mittelgroßen PV-Anlagen installierte Schraven mit seinem Team in der Folgezeit auf dem Zentrallager der Firma Kompernaß die seinerzeit größte PV-Anlage Bochums, stattete den Schalker Sportpark mit über 1300 Solarmodulen aus und stellte dem Berufskolleg Uerdingen 10 PV-Vorführanlagen zu Unterrichts- und Anschauungszwecken mit entsprechender Fernüberwachungstechnik zur Verfügung.

Ganz besondere Wohnträume erfüllt der Gewinner in der Kategorie Marketingkonzepte. Der Familienbetrieb EcoChalet fertigt seit 2016 in Kervenheim ökologische Mobilheime, vergleichbar mit komfortablen Holz-Bungalows, in Modulbauweise an. Hinter der Marke EcoChalet steht das fünfköpfige Team der Scholl & Grigoleit GbR. „Jedes Modell ist ein Unikat und wird in enger Kundenabstimmung unter nachhaltigen und qualitativ hochwertigen Standards produziert“, heißt es. Hier werde Wert auf sparsame Nutzung der Ressourcen und Verwendung umweltfreundlicher Materialien gelegt. Aus ökologischer Sicht sei das EcoCchalet ein echtes Vorbild. „Wir versuchen verantwortungsvoll mit unseren Ressourcen umzugehen, um für die nachfolgende Generation einen gesunden Planeten zu hinterlassen“, so der Inhaber und vierfache Vater Artur Scholl. „Wohngesund und naturverbunden ist unsere Philosophie für ein gesundes Raumklima ohne chemische Gerüche und schädliche Emissionen.“ Auf Wunsch kann ein EcoChalet energieautark mit PV-Anlage und eigener Wasseraufbereitung ausgestattet sein.

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