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Kevelaer: Kritik vom Nabu wegen Flächenfraß

Naturschutz in den Kommunen : Nabu Kevelaer startet Initiative gegen Flächenfraß

Kritik gibt es für die Erweiterung des Gewerbegebietes Ost und die geplante Neubebauung in Niersufernähe. Es werde keine Rücksicht auf bedrohte Tier- und Pflanzenarten genommen.

Theo Mohn und Claudia Blauert vom Nabu Kevelaer machen sich Sorgen um bedrohte Tier- und Pflanzenarten in ihrer Heimat. Der Flächenfraß könnte vielen Tieren den Lebensraum entziehen. Als konfliktreiche Planungen sehen sie etwa die Erweiterung des Gewerbegebietes Ost und die geplante Neubebauung in Niersufernähe sowie die Straßenplanung zur Umgehungsstraße L486n/OW 1. „Diese Planungsprojekte fallen besonders durch Flächenverbrauch, stärkste Konflikte bezüglich artenschutzrechtlicher Vorgaben und durch Zerstörung von Lebensräumen oder von Landschaftsstrukturen für die existenziell wichtige Biotop-Vernetzung auf“, lautet das Urteil der Naturschützer.

„Trotz der breiten gesellschaftlichen Diskussionen um den dramatischen Verlust der Artenvielfalt fehlt in Kevelaer leider noch der Handlungswille, ganz konkret das weitere Zurückdrängen der Natur, unserer Lebensgrundlage, in der Landschaft und auch im Siedlungsbereich zu stoppen“, so Mohn und Blauert. Man erwarte aber von der Stadt Kevelaer die konsequente Beachtung der Natur- und Artenschutzbelange bei jeglichen Planungen.

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Mit der Volksinitiative Artenvielfalt NRW will der Nabu unter anderem diesem Negativtrend etwas entgegensetzen und lokal wie landesweit den Flächenfraß stoppen. Die Volksinitiative Artenvielfalt wurde durch die NRW-Landesverbände des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW (LNU) und des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) ins Leben gerufen, um eine landesweite Kampagne zum Erhalt der Artenvielfalt in NRW durchzuführen.

Ziel der Initiative unter dem Motto „Insekten retten – Artenschwund stoppen“ ist es, konkrete Handlungsvorschläge zur Verbesserung der biologischen Vielfalt in den NRW-Landtag einzubringen und das Land so zu mehr Natur- und Artenschutz zu bewegen.