Aktuell zur Corona-Lage in Kevelaer „Ist es schlau, momentan in Holland zu shoppen?“

Kevelaer · Der Trend gehe in die richtige Richtung, die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt, sagt Bürgermeister Dominik Pichler. Dennoch gilt es immer noch, sich an die geltenden Regeln zu halten.

 An Christi Himmelfahrt war es voll auf Venlos Einkaufsstraßen. Angesichts der hohen Zahlen bei den Nachbarn ist die Frage, wie sinnvoll ein Besuch ist.

An Christi Himmelfahrt war es voll auf Venlos Einkaufsstraßen. Angesichts der hohen Zahlen bei den Nachbarn ist die Frage, wie sinnvoll ein Besuch ist.

Foto: David Young / dpa

Kevelaers Bürgermeister Dominik Pichler ist verhalten optimistisch. „Die Zahlen gehen in die richtige Richtung“, sagt er. Der Kreis Kleve liegt unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100, die Gastronomie darf wieder ihre Außenbereiche öffnen. Sonntag hätten die ersten Kevelaerer Wirte das genutzt, auch wenn das Wetter eher mäßig war.

Der Blick zu den Nachbarn zeige allerdings: Endgültige Entwarnung bei der Pandemiebekämpfung gibt es nicht. Im niederländischen Bergen sei der Wert von 491 in der vergangenen Woche zwar auf 328,6 gesunken, liest Pichler die Zahlen vor. Venlo dagegen stagniere bei 480. Die Zahlen seien unter anderem für Berufspendler wichtig. Für alle anderen gelte: „Es stellt sich die Frage, ob es in der aktuellen Situation besonders schlau ist, zum Shoppen in die Niederlande zu fahren“, sagt Pichler angesichts der hohen Tagesinzidenz bei den Nachbarn.

Kevelaer liegt mit 106,9 aktuell etwas über der Tagesinzidenz des Kreises Kleve. Grund sind 31 Corona-Fälle in der Wallfahrtsstadt. Betroffen seien Familien mit mehreren Angehörigen. Wichtig sei, dass sich das Infektionsgeschehen genau lokalisieren lasse. Damit kann auch eine weitere Verbreitung verhindert werden.

In der Flüchtlingsunterkunft an der Karl-Leisner-Straße gab es zwei positive Fälle, an der an der Gelderner Straße einen Fall. Insgesamt befinden sich in den Unterkünften zehn Personen in Quarantäne. In beiden Gebäuden werden Reihentestungen durchgeführt. Durch eine weitere Unterkunft in der Stadt sei die Möglichkeit gegeben, die positiv Getesteten zu separieren.

„Damit ist das Infektionsgeschehen völlig beherrschbar“, urteilt Pichler. Auch bei sinkenden Zahlen gelte es immer noch, sich an die geltenden Regeln zu halten. An Christi Himmelfahrt habe das Ordnungsamt bei einem Routine-rundgang eine Versammlung von zehn Männern (die definitiv aus mehreren Haushalten stammten) aufgelöst. Die Feiernden am Vatertag sind mit einer Verwarnung davongekommen.

Auch in Zukunft werde man stichprobenartig kontrollieren, zum Beispiel, ob bei der Außengastronomie auch nur die sitzen, die dort sitzen dürfen. Aktuell gilt negativer Test, zweifache Impfung oder Nachweis der Genesung.

(bimo)
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