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Kevelaer belohnt bienenfreundlichen Garten

Wettbewerb der Stadt Kevelaer und des Imkervereins : Garten in Wetten freut die Insekten

Beim Wettbewerb der Stadt und des Imkervereins setzte sich Herbert Geske durch. Für die Bewerbungen gab es viel Lob. Sonderpreis ging an Ulrich Baumann.

Zwischen Schottergärten und asphaltierten Plätzen haben es die heimischen Insekten schwer, Unterschlupf und Nahrung zu finden. Ihr natürlicher Lebensraum wird immer kleiner. Um ein Umdenken anzustoßen, hat der Imkerverein für Kevelaer und Umgebung zusammen mit der Stadt zwei Wettbewerbe zur Förderung des naturnahen Gärtnerns ausgerufen.

Im zweiten Wettbewerb konnten sich Bürger mit ihrem insektenfreundlichen Vorgarten bewerben. Jetzt stehen die Sieger fest. Platz eins geht an Herbert Geske in Wetten. Besonders hoch wurden die Artenvielfalt und die Ansiedlung von einheimischen Pflanzen bewertet. „Einen Zusatzpunkt gab es für die lockere Bepflanzung unter dem Dachüberstand mit Hauswurz und Fetthennen-Steinbrech, wodurch auch in diesem Bereich Insekten Nahrung und Lebensraum finden“, so die Jury. Platz zwei ging an Maike Gnutzmann, der dritte Platz an Doris Wellmanns.

Ein Sonderpreis ging an Ulrich Baumann: Die Bepflanzung der Mülltonnenhütte dort habe Vorbildcharakter, so die Jury. „Je mehr grün in der Stadt, desto besser für das Mikroklima“, hieß es..

 Eingegangen waren rund 25 Bewerbungen. Den Bewertungskatalog hatte die Stadt zusammen mit Theo Mohn (Nabu) und Claudia Blauert vom Imkerverein aufgestellt. „Besonders wichtig für Insekten ist es, ausreichend Nahrung, zum Beispiel in Form von Pollen und Nektar, aber auch Raupenfutterpflanzen, sowie Unterschlupf, Brutmöglichkeiten und Orte für die Überwinterung zu finden“, betont Jury-Mitglied Theo Mohn. Zusatzpunkte gab es für Trinkstellen für Vögel und Insekten, artgerechte kleine Wildbienenhotels und die Anlage verschiedener Lebensräume, etwa durch Totholz. Abzüge gab es dagegen für insektenuntaugliche Pflanzen: die meisten Hortensien, Azaleen und Rosen sehen zwar hübsch aus, haben aber keinen Nektar oder Pollen.

„Es macht große Freude zu sehen, mit wie viel Herz hier viele Bürger einen summenden, insektenfreundlichen Vorgarten angelegt haben,“ so Claudia Blauert. Die Umweltbeauftrage der Stadt, Nina Jordan, ist überzeugt, dass sich von dem Engagement weitere anstecken lassen. „Oft mangelt es ja an Zeit oder Wissen, aber ein richtig angelegter, insektenfreundlicher Garten ist nicht pflegeintensiv, da er sich gewissermaßen um sich selbst kümmert.“