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Kappensitzung in Winnekendonk mit internationalem Flair

Diesjährige Kappensitzung : In Winnekendonk feiert man international

Die auch in diesem Jahr ausverkaufte Winnekendonker Kappensitzung startete mit einer Überraschung, als ein alter Mann mit italienischem Akzent die Bühne betrat.

Bei der Kappensitzung in Winnekendonk gab es zu Beginn gleich einmal eine Überraschung: Statt der beliebten Moderatorin Annemieke Dubbelfla (Anne Foitzik), die mit ihrem niederländischen Akzent alle verzaubert hatte, stand am Samstag ein wackeliger, alter Mann mit italienischem Akzent auf der Bühne. Auch der Siebener Rat der Landjugend schaute etwas verwirrt auf den alten Mann, wo sie doch lieber einen ganzen Abend die hübsche Annemieke angeschaut hätten. Nach dem Auftritt der Minigarde des VfR Blau-Gold Kevelaer wurde das Geheimnis gelüftet: Der „alte Mann“ war Luigi Gelati-Vaticano (Rüdiger Göbel), er ist der Opa von Annemieken, die zurzeit im Skiurlaub ist. Er war jedoch eine gebührende Vertretung.

Die besten Witze So brachte er auch den besten Spruch des Abends. In Bezug auf seinen Namen und seine Leidenschaft für Eis sagte er: „In Weeze gibt es nämlich die beste Eisdiele weit und breit. Das hat damals mit der Eisdiele angefangen, dann wurde drumherum Weeze gebaut und zum Schluss sogar ein Flughafen! So gut ist das Eis da!“ Doch auch der Referendar (Georg Werner) hatte so manchen Lacher auf seiner Seite. Denn der Lehrer in Wartestellung fragt sich schon, warum er nun seit sechs Jahren immer noch Referendar ist, obwohl das ja nur ein Jahr dauern sollte. Man habe ihm gesagt, dass er stolz auf sich sein könne. Er sei der Einzige, dem man noch am meisten Beibringen konnte. Auf der letzten Klassenfahrt hat er allerdings einen Augentinitus bekommen. Die schlimme Krankheit tritt auf, wenn man plötzlich nur noch Pfeifen sieht.

Der Veteran Auch das Urgestein „Liesbeth“ (Robert Achten) hat sich allein schon durch sein Kostüm wieder zur Augenweide des Abends gemacht. Offen erzählte sie von den Eheproblemen zwischen Swingerclub und Streichelzoo. Man mochte es sich gar nicht vorstellen.

Die besten Kostüme Zu den ansehnlicheren Dingen des Abends gehörte die Kostümprämierung. Hier konnte Lena Heistrüvers in der Kategorie „Einzelkostüm“ Platz eins für sich beanspruchen. Sie hatte sich als Comic-Figur im Pop-Art-Stil verkleidet und geschminkt. Sogar an die Sprechblase hat sie gedacht. In der Kategorie Gruppenkostüm gewannen „Maria und Josef“.

Der Newcomer Als Newcomer hat die neu formierte Tanztruppe des KLJB den Saal gerockt. Mit ihrem Namen „Die Generation-Group“ tanzte sie den Tanz der Jahrzehnte. Gestartet wurde 1960 mit einem Twist über Saturday Night Fever in den 70ern und der YMCA in den 80er Jahren. Es folgten der Macarena und Techno-Beats. Mit viel Spaß und einer überzeugenden Choreografie machte die Truppe Lust auf mehr. Auch die bis dato völlig unbekannten „Die drei Tenörchen“ – bestehend aus Nils, Michael und Friedel Dahlmann – feierten eine gelungene Permiere.