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Kabarett unterm Dach mit neuem Programm

Kevelaer unter´m Dach startet wieder : „Blick auf die schönen Dinge des Lebens“

Lange lag die Kultur wegen Corona brach. Nun geht es mit Volldampf wieder los. Götz Alsmann, HG. Butzko, Stefan Verhasselt, Tina Teubner, Gernold Voltz und Herr Schröder kommen zu „Kabarett unter’m Dach“ nach Kevelaer.

Es geht wieder los – mit Kabarett, Comedy, Musik, Satire, mit Veranstaltungen in Kevelaer. „Das Kulturfasten hat eine Ende“, bekräftigt Bruno Schmitz vom Kulturbüro Niederrhein zur Vorstellung der neuen Veranstaltungsreihe „Kabarett unter’m Dach“ für die Saison 2021/2022. Sechs namhafte „Zugpferde“ bilden das Gerüst: Götz Alsmann (1. Oktober), HG. Butzko (8. November), Stefan Verhasselt (16. Dezember), Tina Teubner (2. Februar 2022), Gernold Voltz (4. April 2022) und Herr Schröder (23. Juni 2022) – falls es die jeweils aktuellen Corona-Maßnahmen zulassen.

Nach dem ungewollten Verzicht auf kulturelle Veranstaltungen, richtet Schmitz den Blick wieder auf die schönen Dinge des Lebens. „Wie Endorphine, die gegen Corona-Müdigkeit wie Aufputschmittel wirken und Ihr Leben versüßen“ sollen die Unterhaltungsabende aufs vertraute Publikum wirken.

Mit kleinerem Umfang – drei Vorstellungen in der Begegnungsstätte und drei im Bühnenhaus – als üblich warten Veranstalter Bruno Schmitz und der Leiter der Kevelaerer Begegnungsstätte, Stefan Reudenbach, auf. Corona hinterlässt aber weiterhin Spuren. Momentan gelangen leider je Vorstellung nur 65 Karten in den Vorverkauf. Unter der Schräge im zweiten Obergeschoss – wo alles begann – gäbe es ja eigentlich zum 30-jährigen Bestehen einen triftigen Grund, so richtig aus den Vollen für alle Kulturhungrigen zu schöpfen.

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Als vor 30 Jahren das Kabarett auf deutschem Boden, wie wir es heute kennen, noch in den Kinderschuhen steckte, traten Bruno Schmitz und Didi Jünemann als „Laut und Lästig“ im Rahmen einer Wahlkampfveranstaltung dort oben auf. Schon damals hatte es dem Klever dieser Saal unter dem Dach angetan. So entstand die Idee, Kleinkunst an den Niederrhein zu bringen. Was damals reizte? „Unmittelbarer Kontakt zum Publikum, kurze Wege. Ich bezeichne es hier als „das Kommödchen vom Niederrhein“, erzählt Schmitz. Die Verpflichtung junger Künstler war denkbar einfach. „Als aktiver Kollege hatte ich den direkten Draht zu den Kollegen. Viele damalige Newcomer sind heute namhafte Größen im Geschäft. Stars, die ich heutzutage nicht einmal mehr fürs Bühnenhaus gewinnen könnte: etwa Michael Mittermaier, Dieter Nuhr, Ina Müller, Herbert Knebel, Volker Pispers, die Missfits. Ich bin sehr dankbar dafür, und es waren schöne Abende. „Kabarett unter’m Dach“, das steht aber auch für 30 Jahre Spaß an der Kleinkunst, als Plattform für so manchen Nachwuchskünstler oder Bühnenanfänger. Genauso lange ist Stefan Reudenbach mit von der Partie. Der Leiter der öffentlichen Begegnungsstätte bemerkt: „In den ersten zehn Jahren habe ich nie irgendeine Bühnenanweisung bekommen. Da hieß es dann salopp: ,Mach’ mal das Licht fertig oder hast du einen Kleiderständer als Requisite?’ In den ersten fünf Jahre haben wir sogar ohne Headset gearbeitet.“

Als einmal eine Künstlergruppe im Stau feststeckte und erst kurz vor knapp um 20 Uhr eintraf, hieß es nur: Wir bauen das eben auf. Aus dem Geheimtipp für Kulturhungrige wurde „Kabarett unter’m Dach“ immer am ersten Montag im Monat schnell ein Selbstläufer, und die wenigen Dauerabos waren mitunter ausverkauft, sobald das neue Jahresprogramm präsentiert wurde.