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OW1 in Kevelaer: Jetzt hat auch der Minister die Resolution

OW1 in Kevelaer : Jetzt hat auch der Minister die Resolution

Eine Delegation aus Kevelaer übergab das Papier an Hendrik Wüst. Der betonte, dass die OW1 zügig gebaut werden soll, wenn die Genehmigung für die Ortsumgehung vorliegt. Als Termin wird weiterhin Ende 2018 genannt.

Mit dem Wechsel der Landesregierung wächst in Kevelaer die Hoffnung, dass es jetzt beim Bau der OW1 vorwärts geht. Seit Jahren wird die neue Trasse gefordert, die Kevelaer mit der A57 verbinden soll. Nachdem die Genehmigung eigentlich für Ende 2017 zugesagt war, ist sie jetzt auf Ende 2018 verschoben. Hoffnung macht aber, dass das Projekt im Landesbaustraßenprogramm auftaucht. Dort ist es neu aufgenommen worden. Es wird hier sogar als so genanntes "Projekt von besonderer Bedeutung" geführt.

Dieses Bau-Programm ist Ende des Jahres vom Verkehrsausschuss des Landes abgesegnet worden. Von dieser Seite ist der Wege für die Strecke also frei. "Mit der Realisierung des zweiten Abschnittes wird die angestrebte Verbindungsfunktion erreicht und - gemeinsam mit dem ersten Abschnitt - die Ortsdurchfahrt des Wallfahrtsortes Kevelaer - insbesondere in den Pilgermonaten von Mai bis Oktober - vom Durchgangsverkehr entlastet", heißt es in dem Programm.

Dazu kommt der nicht ganz unwichtige Satz: "Vor diesem Hintergrund soll zügig mit dem Bau begonnen werden, sobald Baurecht vorliegt." Konkret bedeutet das, dass das Land das Geld zur Verfügung stellt, wenn die Genehmigung da ist. Hier ist wiederum die Bezirksregierung am Zug. Eine Sprecherin der Behörde teilte jetzt auf Anfrage der RP noch einmal mit, dass "angestrebt ist, das Verfahren noch Ende 2018 abzuschließen".

Um hier am Ball zu bleiben, war am Freitag Bürgermeister Dominik Pichler mit einer Delegation aus Kevelaer in Düsseldorf. Neben Vertretern der Verwaltung und den Fraktionsspitzen war mit Ditmar Schädel auch ein Mitglied der Initiative "Pro OW1" bei dem Termin dabei. Die Abordnung vom Niederrhein wurde von Verkehrsminister Hendrik Wüst empfangen.

Der Bau der Trasse von Kevelaer Richtung Autobahn wird schon lange gefordert. Jetzt soll weiter Druck gemacht werden, dazu gibt es auch eine Unterschriftenaktion. Foto: Evers

Die Gruppe aus der Marienstadt übergab dem CDU-Minister die Resolution des Rates zur OW1. Wie berichtet, hatten die Politiker das Papier mit großer Mehrheit auf den Weg gebracht.

Der Verkehrsminister Hendrik Wüst betonte noch einmal: "Sobald Baurecht vorliegt, wollen wir zügig mit dem Bau beginnen. Auch aufgrund des Einsatzes der CDU-Landtagsabgeordneten Margret Voßeler haben wir die OW1 in das Landesstraßenbauprogramm 2018 aufgenommen. Damit haben wir die Chance, die Maßnahme nach Erteilung des Baurechts unverzüglich zu starten." Bürgermeister Dominik Pichler kam mit einem guten Gefühl aus Düsseldorf zurück.

"Wir haben einen sehr optimistischen Minister erlebt, und ich habe den Eindruck, dass es jetzt vorangehen soll." Die Signale ließen derzeit hoffen, dass der Bau der OW1 "allen Unkenrufen zum Trotz" doch in nicht allzu ferner Zukunft realisiert werden könnte. "Wenn der erste Spatenstich Ende 2018 oder im Jahr 2019 erfolgen würde, wäre das eine gute Nachricht für Kevelaer und die Ortschaft Winnekendonk", sagte der Bürgermeister.

Wichtig sei auch gewesen, dass ein Vertreter der Bürgerinitiative beim Termin dabei gewesen sei, um dem Minister zu zeigen, welche Bedeutung die Trasse für die Menschen in Kevelaer habe.

(zel)