Kevelaer: "Irrland" baut Flughafen

Kevelaer: "Irrland" baut Flughafen

Die Ideen für den Erlebnisbauernhof in Twisteden gehen dem Ehepaar Tebartz-van Elst nicht aus. Wenn das Maislabyrinth Winterpause hat, wird im Hintergrund für die kommende Saison auf Hochtouren gearbeitet.

Wenn die Damen an der Kasse anfangen zu frieren, weil der Herbst so weit vorgerückt ist, wird es höchste Zeit für das "Irrland", seine Tore zu schließen. Zwar gebe es jede Menge Anfragen, den bäuerlichen Erlebnispark in Twisteden ganzjährig zu öffnen, aber dem hält Betreiberin Josi Tebartz-van Elst entgegen, dass die Winterpause dringend nötig ist.

"Das Büro ist voll mit Ideen", verrät sie. Eine der Ideen hat schon feste Formen angenommen. Auf einer Wiese hinter dem 100 000 Quadratmeter großem Gelände steht eine G 222. Das Flugzeug ist von Italien in Einzelteilen an den Niederrhein gebracht worden. Jetzt müssen nur noch die Propeller angebracht werden. "Mein Mann Johannes weiß, wie viele Nieten das Flugzeug hat", sagt Josi Tebartz-van Elst.

Der Zusammenbau hat zwei Jahre gedauert und ist ein Teil des Spiele-Flughafens, der im Entstehen ist. Eine Rollbahn soll aufgezeichnet werden, eine Beleuchtungsanlage und ein Tower installiert werden — "dass man wirklich das Gefühl hat, man ist auf dem Flughafen". Gäste haben bereits über den Zaun gelugt und sich vorgestellt, wohin sie im Traum fliegen, berichtet Josi Tebartz-van Elst.

Das Flugzeug ist nicht nur Ausstellungsstück, sondern es ist auch bespielbar. Die Gäste können sich in das Cockpit setzen und sich wie ein Pilot fühlen. Im Bauch soll eine Laseranlage installiert werden. Im Dunkeln müssen die kleinen und großen Gäste versuchen, nach Agenten-Art sich durch die Laserstrahlen durchzuschlängeln. Am Heck des Flugzeugs gibt es eine Rutsche.

Shuttlebus als Kassenhäuschen

  • Fotos : Irrland: Die Saison 2011 ist eröffnet

Urlaubsgefühle direkt beim Ankommen verspricht ein Shuttlebus, der als Kassenhäuschen umgebaut wird. Dadurch erhält das "Irrland" einen zusätzlichen Eingang, wenn die Kapazitäten an den bisherigen Eingängen erschöpft sind. Erweitert werden auch die Toilettenanlagen. Angedacht sind auch Duschen, um Kinder kurz abduschen zu können, bevor es ins Auto geht.

Bis zur Winterpause besuchten rund 500 000 Menschen den Erlebnisbauernhof, schätzt Josi Tebartz-van Elst. Vor allem aus den Niederlanden gab es wachsende Besucherzahlen. Die Hauptattraktion war der im September eröffnete Circus Maximus, der auf vier Etagen Kletter-Elemente bietet und damit das Angebot an überdachten Spielmöglichkeiten erweiterte.

Mit schlechtem Wetter im Sommer hatten die "Irrland"-Betreiber kein Problem. Die einzigen, die sich jetzt in der kalten Jahreszeit verstecken müssen, sind die Palmen. Die haben die vergangenen Winter gelitten, sagt Josi Tebartz-van Elst. Die Palmen werden ab Montag ins Winterquartier gebracht — zu den Erdmännchen und Leguanen.

Ansonsten stehen im "Irrland" im Winter Aufräumarbeiten und die Umsetzung der vielen Pläne an. "Außerdem freut man sich dann auch auf die neue Saison", vertröstet Tebartz-van Elst alle "Irrland"-Fans bis zum Wiedersehen im März 2012.

(bimo)