Irische Landfahrer: Kevelaer mahnt zur Gelassenheit

Irische Besucher : Kevelaer sieht Landfahrern gelassen entgegen

Eine Kommune in Hessen startet bereits Vorkehrungen gegen die Traveller. Kevelaer wartet erst einmal ab.

Im vergangenen Jahr hatten die irischen Landfahrer den Sommer in der Marienstadt kräftig mitgeprägt. Mit zahlreichen Wohnmobil-Gespannen waren die Travellers nach Kevelaer gekommen und hatten dort auch für einigen Ärger gesorgt. Die Iren kommen vor allem rund um den Feiertag Mariä Himmelfahrt am 15. August nach Kevelaer. Nach den Vorfällen im vergangenen Jahr hat jetzt eine erste Kommune spezielle Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Das 16.000-Einwohner-Dorf Ginsheim-Gustavsburg in der Nähe von Frankfurt wolle einige Plätze besonders sichern, nachdem sich die irischen Landfahrer in den vergangenen zwei Jahren unrechtmäßig auf öffentlichen Flächen niedergelassen hätten, heißt es.

Solche Maßnahmen sind aktuell in Kevelaer kein Thema. Noch gebe es keine Hinweise, dass sich die Travellers in der Region aufhalten. „Wir werden uns sicher darauf vorbereiten, denn es ist davon auszugehen, dass die Landfahrer wieder nach Kevelaer kommen“, sagt Bürgermeister Dominik Pichler. Er mahnt bei dem Thema zur Gelassenheit. „Wir sind in Kevelaer bunte Leute gewohnt, es gehört für uns auch dazu, tolerant zu sein.“ Auf keinen Fall sehe er hier eine Großgefahrenlage aufziehen. Man werde die Lage im Auge behalten und dann „situationsabhängig“ reagieren. So solle dafür gesorgt werden, dass Landfahrer auf bestimmten Plätzen unterkommen, die nicht in die City liegen.

Problematisch könnte es werden, wenn die Iren wieder in so großer Zahl wie im vergangenen Jahr kommen. Denn am 11. August findet in Kevelaer die Tamilenwallfahrt statt. Bei einer Überschneidung könnte es auf den Parkplätzen richtig eng werden.