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In Weeze ist die mobile Testung auf das Coronavirus angelaufen.

Mobiler Corona-Test startet in Weeze : Coronavirus: Drive-In-Test in Weeze

In der Gemeinde ist die mobile Testung angelaufen. Die Termine werden individuell vereinbart.

Seit Donnerstag läuft in Weeze das Coronatest-Drive-In als mobile Probeentnahmestelle für die Testung auf das Coronavirus. Dort können Patienten, die möglicherweise mit dem Coronavirus infiziert sind, direkt in ihrem Auto getestet werden. Dabei wird laut Kreisverwaltung in Weeze so verfahren wie bei den mobilen Testungen, die andernorts schon seit einiger Zeit laufen. Patienten rufen in ihrer Hausarztpraxis an, wenn die typischen Symptome wie Husten, Atemnot und Fieber auftreten. Der Hausarzt kennt auch die Vorerkrankungen seiner Patienten. Wenn er nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts eine Testung durchführen lassen möchte, schickt er ein Formular an die Kreisverwaltung, die teilt dem Patienten telefonisch einen Zeitkorridor mit, in dem er zur Teststelle kommen soll. Der Ort wird in diesem Telefonat bekanntgegeben. Die Patienten zeigen ihre Krankenversichertenkarte, die am Drive-In eingelesen wird. Kontrolliert wird hier, ob der richtige Patient zum Termin erschienen ist.

 Der Arzt führt den Test am Drive-In mit einem tiefen Rachenabstrich durch. Das dauert in der Regel nicht mal eine Minute. Das Ergebnis wird dem Patienten nach derzeitigem Stand in etwa einer Woche von der Kreisverwaltung telefonisch mitgeteilt. Auch die Hausärzte erhalten eine Rückmeldung. Alle Patienten, die getestet wurden, sollen in jedem Fall zu Hause bleiben, bis das Ergebnis mitgeteilt wurde. Falls es positiv ausfällt, natürlich nach Vorgabe des Gesundheitsamtes auch länger.

„Die Beprobung erfolgt nicht jeden Tag“, stellte Kreis-Pressesprecherin Ruth Keuken am Donnerstag auf Anfrage klar. Die Termine würden immer individuell festgelegt. Man arbeite mit Hochdruck daran, die mobile Testung an weiteren Orten anzubieten. Außerdem finden in der Kreisverwaltung Planungen statt, künftig auch die vollstationären Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe (für schwerbehinderte Menschen) mobil zur Testung auf das Coronavirus im Bedarfsfall anzufahren.

Der Kreis Kleve stellt insgesamt drei Coronatest-Drive-In-Teams. Die Ausstattung alle erforderlichen Hilfsmaterialien wie Zelte, Schutzkleidung Desinfektionsmittel, Verbrauchsmaterial und iPads mit Internetzugang für alle Personen vor Ort werden vom Kreis Kleve gestellt. Der Transport des Materials erfolgt durch das Deutsches Rote Kreuz oder den Malteser Hilfsdienst, ebenso der Auf- und Abbau und Betrieb der mobilen Drive-In-Test-Stellen. An jeder Drive-In-Test-Stelle sind vier Helfer und ein Arzt eingesetzt.