Kevelaer: Im Museum Kevelaer: Auge in Auge mit dem Säbelzahntiger

Kevelaer: Im Museum Kevelaer: Auge in Auge mit dem Säbelzahntiger

Eine neue Sonderausstellung ist am Sonntag feierlich im Niederrheinischen Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte eröffnet. Der Titel "Alles für die Katz - von der Säbelzahnkatze zum Stubentiger" verrät, dass in der Ausstellung vor allem die Katze sowie artverwandte Gattungen im Fokus liegen.

Denn von der Hauskatze bis zum Löwen wurde fast jede Katzengattung näher betrachtet. Landrat Wolfgang Spreen ging in seiner Eröffnungsrede auf die Verbindung zwischen Mensch und Katze ein und gab kurze Einblicke in die Kultur des Haustiers. Unterstützt wurden er sowie Museumsleiter Burkhard Schwering von den "Streichmäusen", die für musikalische Einheiten zwischen den Vorträgen sorgten.

Anschließend durften die vielen Gäste den ersten Blick in die Ausstellung werfen. Beeindruckendes wurde ihnen dabei geboten. So gab es einen kleinen Themenbereich zu Katzen im alten Ägypten sowie eine Wand, an der Filmplakate zu sehen waren, in denen Katzen die Hauptrollen einnahmen.

Sogar Gesellschaftsspiele mit Katzen fanden ihren Weg in die Ausstellung. Das wohl Spektakulärste waren jedoch die vielen ausgestopften Tiere, die in ihrem jeweiligen Ökosystem dargestellt wurden. So sah man Tiger im tropischen Regenwald, Löwen und Erdmännchen in der Savanne sowie verspielte Kätzchen und Katzen im heimischen Wohnzimmer. Der Überblick über die große Vielzahl an Katzengattungen wurden hier sehr deutlich. Zudem konnte man die wilden Tiere so einmal aus allernächster Nähe betrachten.

  • Goch : Führungswechsel im Museum Kevelaer

Die Tiere stammen allesamt aus Zoos. Nach ihrem Ableben wurden sie ausgestopft und restauriert, um für Museen als Anschauungsobjekte zu dienen. Auch Schädel und Skelette von verschiedenen katzenartigen Tieren können im Museum von den Besuchern bestaunt werden. "Die Vielfalt ist toll. Die Ausstellung könnte sogar gerne noch größer sein", schwärmte Barry Pijper. Zu allen Bereichen gab es interessante Informationen und auch so einige Überraschungen: "Ich wusste vorher gar nicht, dass Erdmännchen zu den katzenartigen Tieren gehören", erzählte Marianne Kösters. Landrat Spreen betonte, er könne den Schulen die Ausstellung nur ans Herz legen.

Noch bis zum 1. Juli können sowohl Schulklassen als auch Familien und Interessierte die Ausstellung besuchen und dabei lernen, "dass eben nicht alles für die Katz ist", wie Veronika Hebben, die zukünftige Leiterin des Museums, über die Ausstellung sagte.

Das Niederrheinische Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte an der Hauptstraße 18 ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

(dago)