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Weeze: Heute fällt Entscheidung über Weezer Windstiftung

Weeze : Heute fällt Entscheidung über Weezer Windstiftung

Die Windstiftung "Jetzt Weeze" soll heute Abend abgesegnet werden. Nachdem die Politiker in mehreren Sitzungen über das Thema beraten haben, soll der Rat ab 18 Uhr die Satzung verabschieden. Im Februar oder März soll dann die Stiftung auch offiziell gegründet werden.

Wie berichtet, sind im Windpark im Baaler Bruch zwei Anlagen als so genannte Bürgerwindräder errichtet worden. Der Ertrag soll in die Stiftung fließen und damit konkrete Projekte in der Gemeinde unterstützt werden. Grundsätzlich begrüßen alle Fraktionen das Prozedere. Guido Gleißner (CDU) sieht darin sogar ein beispielhaftes Projekt, wie eine Kommune mit dem Thema Windkraft umgehen könne. Man habe erreicht, dass der Mehrwert in der Gemeinde bleibe. "Gleichzeitig war das Verfahren für alle transparent und wir haben eine Verspargelung der Landschaft verhindert", sagte er in der letzten Beratung zum Thema. Da hatte Alfons van Ooyen (SPD) noch einmal nachgefragt, warum die Stiftung zunächst nur auf 20 Jahre angelegt sei.

Bürgermeister Ulrich Francken erläuterte, dass das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) den Rahmen für 20 Jahre vorgebe. Was danach passiere, sei derzeit offen. "Die Frage ist, ob die Anlagen dann weiter genutzt werden können." Man müsse da mit den Stiftern sprechen wie es nach den 20 Jahren weitergeht. Gleichzeitig meinte Francken aber auch, dass man Vertrauen zu den Stiftern haben müsse. Schließlich handelt es sich um die beiden Häuser Kalbeck und Wissen, die in der Gemeinde zuhause sind und sich für die Windkraft in der Projekt Wind GmbH zusammengeschlossen haben.

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Die Häuser haben sich dazu verpflichtet, 20 Jahre lang den jährlichen Pachterlös von 70.000 Euro zu spenden. Außerdem fließt der Ertrag von zwei Anlagen aus dem Baaler Bruch in die Stiftung. Gerechnet wird damit, dass die Windräder rund 70.000 bis 100.000 Euro in die Stiftung "blasen". Das Stammkapital stellen ebenfalls die beiden Häuser bereit, die jeweils 50.000 Euro zahlen. Mit den Erträgen der Stiftung sollen Projekte, Initiativen oder Vereine in der Gemeine unterstützt werden.

Wer das Geld bekommt, entscheidet der Stiftungsrat. Gleichzeitig soll der Stiftungsvorstand ein gewisses Budget haben, um schnell und unbürokratisch helfen zu können. Beispiel wäre etwa, einem Kind 150 Euro für eine Klassenfahrt zur Verfügung zu stellen.

Frage war auch, was mit dem Geld passiert, wenn die Stiftung aufgelöst wird. Dann soll das Geld an die Gemeinde Weeze fließen. Die wäre allerdings verpflichtet, diese Finanzmittel für die satzungsmäßigen Zwecke zu verwenden. Im Klartext: Auch davon werden Projekte unterstützung und das Geld wandert nicht einfach in den Haushalt.

(zel)