Herbrand-Gruppe aus Kevelaer wächst

Wirtschaft in Kevelaer : Neuer Partner in der Herbrand-Gruppe

Das Autohaus wächst weiter. Nun sind die Kevelaerer auch an der Auto-Siebertz GmbH beteiligt. Der Betrieb soll profitabel geführt werden, damit die gut 50 Mitarbeiter am Standort Heinsberg nicht um ihren Job fürchten müssen.

Der Jahresanfang hätte für Sven Holtermann, einen der beiden Geschäftsführer der Herbrand Gruppe, kaum besser laufen können. Denn er verkündete rückwirkend zum 1. Januar eine Partnerschaft mit der Auto-Siebertz GmbH aus Heinsberg.

Zunächst beteiligt sich das Familienunternehmen aus Kevelaer zu 50 Prozent an dem Heinsberger Betrieb, allerdings mit der Perspektive, ihn in Zukunft komplett übernehmen zu können. „Wir haben da schon einen Zeitraum abgesprochen. Das wird in neun bis zehn Jahren der Fall sein”, erklärt Holtermann. Dann nämlich werden die beiden Brüder Christoph und Alexander Siebertz, die dort momentan die Geschicke leiten, sich in den Ruhestand verabschieden. Und weil sie innerhalb der Familie keine geeigneten Nachfolger finden konnten, haben sie sich zu dieser Kooperation entschieden. Deshalb nahmen sie Kontakt zur Herbrand-Gruppe auf. Lose bestand der schon seit den 70er-Jahren durch die damaligen Geschäftsführer. Auch die jetzigen Führungspersönlichkeiten kennen sich zwar, ein reger Austausch herrschte aber nicht. Bis vor drei Jahren. „Da haben die Siebertz-Brüder erstmals angefragt, ob wir uns das als Herbrand-Gruppe vorstellen können”, sagt Holtermann. Dass die Partnerschaft erst jetzt zustande kam, lag in erster Linie daran, dass die Herbrand Gruppe zu jenem Zeitpunkt gerade erst eine größere Übernahme in Mönchengladbach und Krefeld vollzog. „Wir wollten zunächst das eine Projekt vernünftig zu Ende bringen, bevor wir ein neues anfangen”, erklärt Holtermann.

Nun, drei Jahre später, hat dann aber alles gepasst. Holtermann war mit seinen Kollegen bereits in Heinsberg und hat den Mitarbeitern von Auto-Siebertz präsentiert, wer als künftiger Partner zur Seite steht. „Dass die Menschen bei so etwas erstmal etwas skeptisch sind, das ist völlig normal. Aber insgesamt habe ich eine offene und positive Stimmung wahrgenommen”, sagt er. Wie die Partnerschaft ablaufen soll, davon hat Holtermann konkrete Vorstellungen. Das wichtigste sei, dass der Betrieb profitabel geführt werde und damit die gut 50 Mitarbeiter am Standort Heinsberg nicht um ihren Job fürchten müssen, im Gegenteil. Sie dürfen durch die Kooperation an den Schulungen und Weiterbildungen der Herbrand Gruppe teilnehmen. Holtermann wünscht sich nämlich Mitarbeiter, die nicht nur „Dienst nach Vorschrift“ machen, sondern Angestellte, die mitdenken, die Dinge hinterfragen und sich einbringen. Dafür soll eine bestmögliche Grundlage geschaffen werden. Die Pläne für den Standort Heinsberg sehen vor, dass sich die Herbrand-Gruppe vornehmlich um Verkauf kümmert, während Auto-Siebertz in erster Linie mit dem Werkstattgeschäft betraut sein wird. Zudem ist ein Ausbau des Geländes angedacht, auch der Service soll optimiert werden. Für die meisten Mitarbeiter in Kevelaer ändert sich durch die Kooperation nichts. Einige Angestellte in der Verwaltung werden aber mit der Betreuung von Heinsberg beauftragt. Und für all jene, die ihr Auto bei Herbrand gekauft haben, gibt es nun einen weiteren Partner am südlichen Niederrhein, an den sie sich wenden können.