Haus in Wetten brennt nach Verpuffung aus

Kevelaer : Verpuffung war Ursache für Großbrand

Fünf Personen wurden bei einem Brand in der Nacht zu Allerheiligen in Wetten verletzt. Ein 20-Jähriger musste mit dem Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen werden. In seinem Zimmer war das Feuer ausgebrochen.

Auch am Freitag waren Experten der Kriminalpolizei noch einmal am Mühlenhoeksweg. In dem ausgebrannten Haus suchten sie nach weiteren Hinweisen zur Ursache. Nach derzeitigem Stand der Untersuchungen gehen die Beamten davon aus, dass ein Unfall zu dem verheerenden Feuer führte. Ein Bewohner der Zimmer im Obergeschoss hat mit einer brennbaren Flüssigkeit hantiert. Dabei sei es zu einer Verpuffung gekommen, so Polizeisprecher Michael Ermers. Der 20-jährige Mann zog sich dabei schwere Verbrennungen zu.

Das Feuer in dem Zimmer griff schnell auf weitere Räume über. Kurz vor Mitternacht in der Nacht zu Allerheiligen wurde die Feuerwehr alarmiert.

Am Tag danach: Das nach dem Brand unbewohnbare Haus am Mühlenhoekseweg in Wetten. Foto: Evers, Gottfried (eve)

Da es um einen Wohnungsbrand ging und auch zunächst gemeldet wurde, dass eine Person vermisst wird, rückten die Rettungskräfte gleich mit drei Löschzügen aus Kevelaer, Wetten und Twisteden an. Da von einem Mann mit schweren Verbrennungen die Rede war, wurde neben Krankenwagen auch ziemlich früh ein Rettungshubschrauber angefordert, berichtet Markus Rademacher von der Feuerwehr Kevelaer.

Drei Löschzüge aus Kevelaer, Wetten und Kevelaer waren im Einsatz, um das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Foto: Guido Schulmann

Beim Eintreffen der Löschfahrzeuge brannte das Obergeschoss in voller Ausdehnung, hohe Flammen schlugen durch das Dach. Glücklicherweise bestätigte es sich nicht, dass noch eine Person vermisst wurde. Die fünf Bewohner des Hauses wurden von der Feuerwehr aus dem Haus gerettet. Der 20-Jährige erlitt schwere Brandverletzungen. Ein Rettungshubschrauber der Bundeswehr flog ihn in eine Spezialklinik nach Bochum. Der Helikopter war extra aus Nörvenich im Kreis Düren angefordert worden. Der Schwerverletzte ist nach Angaben der Polizei inzwischen glücklicherweise außer Lebensgefahr.

Die vier anderen Opfer erlitten Rauchvergiftungen und wurden vom Krankenwagen ins Hospital gebracht. Einer konnte das Krankenhaus kurz nach der Untersuchung wieder verlassen.

Mehrere Trupps der Feuerwehr drangen unter schweren Atemschutz in das brennende Gebäude ein. Von außen liefen gleichzeitig die Löscharbeiten. Die Einsatzkräfte konnten noch einen Vogel aus den Flammen retten, für eine Katze im Gebäude kam allerdings jede Hilfe zu spät.

 Gegen 1.45 Uhr konnte endlich „Feuer aus“ gemeldet werden. Die Nachlöscharbeiten und eine Brandsicherheitswache dauerten allerdings bis in den frühen Donnerstagmorgen an.

Im Einsatz waren rund 70 Einsatzkräfte von Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr, dem Deutschen Roten Kreuz und der Notfallseelsorge. Das Gebäude wurde durch den Brand stark beschädigt und ist nicht mehr bewohnbar. Wegen der laufenden Ermittlungen war der Brandort auch am Freitag noch gesperrt.

Bei dem Haus handelt es sich nach Behördenangaben um eine Pension, die Zimmer vermietet. In den Zimmern des Obergeschosses befanden sich auch die Personen.

Der Besitzer, der im Erdgeschoss wohnt, war zur Brandzeit nicht im Haus.

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