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Hansgerd Kronenberg blickt auf seine 50 Jahre als Ortsvorsteher zurück

Aus den Ortschaften : 50 Jahre Ortsvorsteher in Winnekendonk

Hansgerd Kronenberg ist seit 1970 für die Winnekendonker da. Der 85-Jährige erzählt von der Begegnung mit dem Bundespräsidenten und der Ehrung zum Golddorf.

Seit wann sind Sie Ortsvorsteher?

Hansgerd Kronenberg Ich bin Ortsvorsteher seit dem 18. Februar 1970.

Was war Ihre spannendste Begegnung als Ortsvorsteher?

Kronenberg Die spannendste Begegnung als Ortsvorsteher war 2002 mit dem Bundespräsidenten Johannes Rau in Berlin aus Anlass der Goldmedaille, die Winnekendonk im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft“ verliehen bekam. Mit dabei war der damalige Vorsitzende des Heimatvereins „Ons Derp“ Harald Bäre.

Mit welchem Ortsteil hätten Sie gerne einmal getauscht und warum?

Kronenberg Der Tausch mit einem Ortsteil war nie erwünscht, dazu bestand auch kein Grund.

Was sind Ihre größten Errungenschaften in Ihrer Zeit als Ortsvorsteher?

Kronenberg Mir eigene Errungenschaften in meiner Zeit als Ortsvorsteher kann ich nicht nennen. Die erzielten Erfolge wurden in engem Zusammenwirken mit zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern der Ortschaft erzielt. Beispielhaft sind aufzuführen: die Gründung der Geselligen Vereine als eingetragener Verein, die Erhaltung des Alten Rathauses mit Denkmalschutz auch für andere Gebäude des Ortes, die Verhinderung des Straßenbaues „Zweite Niersbrücke“ in Schravelen. Aber auch der Ausbau und die Gestaltung des Alten Marktes, des Neuen Marktes und des Bürgergartens. Mir im Gedächtnis ist das Jahr 1982 anlässlich der 700-Jahrfeier der ersten urkundlichen Erwähnung Winnekendonks. Ebenfalls nicht zu vergessen das Bundesgold im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft“, zuvor holten wir Landesgold und Bundessilber. Weitere gemeinsame Errungenschaften sind der Fortbestand des Bildungswerkes, der Bau der öffentlichen Begegnungsstätte und des Kindergartens „Sterntaler“, der Neuaufbau des Altenheimes Katharinenhaus und die Errichtung des Sportparks des SV Viktoria Winnekendonk.

Was würden Sie im Rückblick anders machen?

Kronenberg Im Rückblick sehe ich keine Veranlassung, andere als die getroffenen Entscheidungen zu treffen.

Haben Sie Heimweh, wenn Sie drei Tage nicht in Winnekendonk sind und was ist Ihr bestes Mittel dagegen?

Kronenberg Heimweh kenne ich nicht. Nach drei Tagen Abwesenheit drängt es mich, mit eventuell neuen Überlegungen in das Alltagsgeschehen zurückzukehren.

Was sind Ihre Wünsche für Ihren Ort?

Kronenberg Die Erhaltung und Fortentwicklung der dörflichen Identität des Ortes mit Achterhoek und Schravelen unter dem Dach der Geselligen Vereine zum Wohlergehen aller Mitbürgerinnen und Mitbürger stehen genauso auf meiner Wunschliste wie der Bestand einer angemessenen Infrastruktur und die baldmögliche Schaffung der Ausgleichsmaßnahme zur Verlagerung der Sportanlage von der Kevelaerer Straße in den Sportpark „Viktoria“ in gutem Einvernehmen mit Politik und Verwaltung. Zu meinen Wünschen gehört außerdem immer noch die Fertigstellung der Umgehungsstraße OW 1.