Kevelaer Hallengebühren werden auf Pauschale umgestellt

KEVELAER · Die Vertreter des Kevelaerer SV hatten zumindest noch die leise Hoffnung, dass die Diskussion über die neue Satzung der Sportplatzgebühren vielleicht noch zu einer kompletten Abschaffung führen könnte.

 Auch die Volleyballer nutzen die Sporthalle.

Auch die Volleyballer nutzen die Sporthalle.

Foto: Evers, Gottfried (eve)

Schließlich hatten sie in der Rheinischen Post gelesen, dass der Kämmerer sich beim Jahresabschluss für 2017 über einen Überschuss von rund 392.000 Euro freuen konnte. Doch auch die aktuell recht guten Finanzdaten der Marienstadt sind für die Politiker kein Anlass, die erst 2016 eingeführten Gebühren gleich wieder zu kippen. „Wir haben lange um die Einführung der Gebühren gerungen, da sollten wir sie nicht sofort wieder in Frage stellen“, meinte Bürgermeister Dominik Pichler. Und Sozialdezernent Marc Buchholz hatte im Schulausschuss betont, dass man sich den Beschluss 2016 nicht leicht gemacht habe. Mit der neuen Satzung soll das Gebührensystem erst einmal für drei Jahre festgeschrieben werden. Auf diese Weise soll das Thema dann auch aus dem Wahlkampf herausgehalten werden.

Mit der geänderten Satzung wird es auch geänderte Tarife geben. Die seien vor allem aus rein praktischen Erwägungen vorgeschlagen worden, so die Verwaltung. Denn inzwischen sind die Jahre 2017 und 2018 mit den Vereinen abgerechnet worden. Dabei stellte die Verwaltung fest, dass vor allem die genaue Berechnung des Stundensatzes für die prozentuale Beteiligung der Sportvereine mit einem unverhältnismäßig hohen Aufwand verbunden ist. Der Betrag für die Nutzung der Sporthallen pro Stunde betrug 2017 2,74 Euro und 2018 dann 2,73 Euro.

Ein Unterschied von gerade mal einem Cent stehe in keinem Verhältnis zum Arbeitsaufwand. Beim Schwimmbad war der Unterschied mit 29 Cent zwar höher (2016: 3,36 Euro und 2017: 3,07 Euro), Grund dafür sei allerdings ein Defekt im Jahr 2016 gewesen, durch den Kosten gestiegen seien. Daher ist in der neuen Satzung ein Festbetrag für die Nutzung von Turnhallen und Schwimmbad festgelegt. Für die Turnhallen müssen die Vereine 2,75 Euro pro Mitglied pro Stunde bezahlen, im Hallenbad 3,10 Euro. Der Bäderverein habe wegen des neuen Mehrzweckbeckens sogar einen Tarif von 3,50 Euro vorgeschlagen, hieß es.

Die Gebühren der Halle gliedern sich auch noch nach der Anzahl der Einheiten. Für eine Halleneinheit sind 2,75 Euro fällig, bei einer Zweifachturnhalle 5,50 Euro und bei der Dreifachturnhalle 8,25 Uhr. Diese Tarife gelten nur für Sportvereine aus Kevelaer. Sonstige Vereine, Verbände und Sportgemeinschaften aus Kevelaer zahlen entsprechend 10, 20 und 30 Euro. Vereine, die nicht aus Kevelaer stammen, müssen 15, 30 und 45 Euro zahlen.

Bei der Nutzung der Sportplätze und des Stadions ändert sich nichts. Hier bleibt es bei der prozentualen Beteiligung der Sportvereine aus Kevelaer. Andere Kevelaerer Vereine zahlen für die Nutzung 15 Euro pro Stunde, Vereine von auswärts jeweils 20 Euro.

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