Natur in Weeze: Hähne krähen in Weeze um die Wette

Natur in Weeze : Hähne krähen in Weeze um die Wette

Am Ostermontag war jede Menge Betrieb im Tierpark. Es gab viele unterhaltsame Aktionen.

Der Montag wäre wohl ohnehin ein guter Tag gewesen, um den Weezer Tierpark zu besuchen. Schließlich hatten viele durch Ostern frei und das Wetter war für April traumhaft schön. Einen weiteren Grund für den Besuch lieferte der Tierpark aber selber. Mit dem dritten Osterfest sollten möglichst viele Leute am Montag angelockt werden. „Wir versuchen bei unseren großen Veranstaltungen immer ein Angebot für Kinder zu stellen, dass es sonst während des Jahres nicht so gibt“, betonte die Leiterin des Tierparks Marie-Christine Kuypers. So konnten sich die Kleinen unter anderem auf einer Hüpfburg oder beim Basteln vergnügen. Das waren aber nicht die einzigen Attraktionen im Tierpark. Neben den Tieren, die das ganze Jahr über anzuschauen, zu füttern oder zu streicheln sind, waren auch ganz neue Arten zu Ostern zu Gast.

So waren wieder Greifvögel präsent, die Greifvogelstation Niederrhein ist inzwischen schon ein fester Bestandteil der Tierpark-Veranstaltungen. Uhus, Steinkäuze und Schleiereulen saßen unter anderem auf Holzblöcken oder den Armen der Mitarbeiter. Wer wollte, konnte diese auch teilweise streicheln und sich Wissen über die verschiedenen Arten aneignen. Viel Aufmerksamkeit bekamen die Küken der Greifvögel. Nachmittags präsentierte die Station eine Flugvorführung, eines der Highlights an diesem Montag.

Ein anderer Höhepunkt fand bereits ein paar Stunden davor statt. Zum zweiten Mal war nämlich der Rassengeflügelzuchtverein Goch (RGZV-Goch) mit von der Partie. Mitgebracht hatte er eine kleine Auswahl der eigenen Rassen. Konkret waren dies circa elf bis zwölf verschiedene Rassen an Hühnern, große wie kleine, aber auch zum Beispiel Tauben. „Unser Standort ist immer ein bisschen ein Publikumsmagnet, der zeigen soll, dass es auch noch andere Tiere gibt“, betonte der Vorsitzende des RGZV-Goch Hans-Josef Geurtz. Auch hier freuten sich viele über die frischgeschlüpften Küken, sogar die Eierschalen lagen noch neben den Jungtieren.

Ebenfalls bestaunt wurden die Kaninchen des Kaninchenzuchtvereins. „Wir legen bei unseren Festen auch einen Schwerpunkt auf bestimmte Tiere, und Kaninchen und Geflügel passen ja zu Ostern ganz gut“, so Kuypers. Von dem Geflügel bekamen die Hähne ganz viel Aufmerksamkeit. Um 11.30 Uhr und 14 Uhr traten nämlich 13 Exemplare bei einem Wettkrähen an. Zweimal wurde über zehn Minuten gezählt, wer am öftesten krähte. Rivalität war bei den Tieren dabei definitiv gegeben, schon bevor es losging gerieten zwei der Hähne aneinander. Um 14.15 Uhr wurde dann der Gewinner bekannt gegeben. Der goldbraune New Hampshire von Frank van Kempen sicherte sich mit 27maligem Krähen den ersten Rang.

Nach dem unterhaltsamen Wettbewerb blieb genug Zeit, um zu staunen und zu lernen — und zwar für Kinder und Erwachsene gleichermaßen.

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