Gymnasium Kevelaer weiht neue naturwissenschaftliche Räume ein

Gymnasium Kevelaer: Durchblick in den neuen Räumen

Das Gymnasium hat einen komplett neuen Trakt für Naturwissenschaften bekommen. Die Schüler finden hier modernste Technik vor mit Whiteboard und Apple TV ist Unterricht der Zukunft möglich.

Bürgermeister Dominik Pichler spielte scherzhaft schon mit dem Gedanken, sich gleich im Sekretariat für den Chemie-Leistungskurs anzumelden. „Da hätte ich richtig Bock drauf, wenn ich die neuen Räume hier sehe“, sagte der Verwaltungschef, der 1995 sein Abitur am Kardinal-von-Galen-Gymnasium gemacht hat. Damals wäre Chemie noch in einem fensterlosen Raum unterrichtet worden. „Das hatte was. Wenn es gestunken hat, hatte jeder was davon“, meinte er schmunzelnd. Es freue ihn zu sehen, dass an seiner früheren Schule viel zum Besseren passiert sei. Und dazu gehören die nagelneuen Naturwissenschaftsräume, die am Freitag bei einer kleinen Feier eingeweiht wurden.

Der Trakt gehörte früher zur Realschule, die ja bekanntlich ausläuft. Im Zuge der Sanierungen am Schulzentrum sind hier im dritten Bauabschnitt die naturwissenschaftlichen Räume komplett neu gestaltet worden. Früher waren die Stühle wie in einem Kino aufsteigend auf Stufen montiert. Was damals der letzte Schrei war, ist heute überholt. Daher sind die Stufen verschwunden,  die Sitzreihen um 90 Grad gedreht und ebenerdig angeordnet worden. Auch haben die Schüler viel mehr Platz, weil die Wand herausgebrochen und der Raum um etwa drei Meter vergrößert wurde. „Hier macht Unterrichten Spaß“, meinte Schulleiter Karl Hagedorn bei der Einweihung und erinnerte daran, dass eine lange Zeit der „Plage und der Dürre“ vorbei sei. Es habe nur vier naturwissenschaftliche Räume gegeben, oft hätten die Lehrer Geräte quer durch die Schule getragen, um im normalen Klassenraum Biologie oder Physik zu unterrichten. Diese Zeiten sind jetzt vorbei. Er bedankte sich bei der Verwaltung für die Unterstützung und vor allem dafür, dass die Schule bei der Planung eng mit einbezogen worden sei. Es sei viel und intensiv diskutiert worden, vor allem um Finanzvolumen und Wünsche unter einen Hut zu bekommen.

In dem Trakt befinden sich jetzt an einem Flur auf jeder Seite jeweils zwei Biologie- und zwei Chemieräume. Zwischen den Klassen befindet sich jeweils der Materialraum. Alles, was für den Unterricht benötigt wird, ist also schnell zur Hand. Einen Flur weiter gibt es noch zwei Physikräume.

Alle Klassen sind nach dem neuesten Stand der Technik ausgestattet. Die großen Räume verfügen sogar über Whiteboard und Apple TV.  Bei dieser Technik kann sich der Lehrer mit dem iPad frei in der Klasse bewegen, sich den Kindern zuwenden und die Ergebnisse mit nur einem Knopfdruck auf die Präsentationsfläche übertragen. Voraussetzung dafür ist natürlich eine Internetverbindung, auch für die ist gesorgt.

Der Bürgermeister betonte, dass die Schulen für Rat und Verwaltung hohe Priorität hätten. Daher investiere man hier gerne. Dafür würde beispielsweise mehr Geld in die Hand genommen als für ein Projekt wie das Gradierwerk.

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