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Kevelaer: Gradierwerk: Kevelaer hat die Nase vorn

Kevelaer : Gradierwerk: Kevelaer hat die Nase vorn

Xanten hinkt dem Zeitplan etwas hinterher, in der Wallfahrtsstadt läuft momentan alles nach Plan.

Wenn gleich zwei Gradierwerke in unmittelbarer Nachbarschaft gebaut werden, dann werfen die betroffenen Kommunen auch immer mal wieder einen Blick darauf, wie das Projekt an anderer Stelle läuft. Wie berichtet, baut nicht nur Kevelaer ein Gradierwerk, auch in Xanten entsteht eine solche Anlage, die Gäste in die Stadt locken soll. Bei Baustellenführungen im Kurpark Xanten wurde eine Frage immer wieder gestellt: Wann kommt endlich das Gradierwerk? Auf Anfrage unserer Redaktion gab Bürgermeister Thomas Görtz jetzt den aktuellen Sachstand bekannt. Demnach wurden die Gründungsarbeiten vor etwa vier Wochen fertiggestellt. „Die Betonfundamente müssen nun bis Anfang August ruhen. In der Zwischenzeit werden die Holzarbeiten in einem Zimmermannsbetrieb hergestellt“, erklärt Görtz und ergänzt: „Der Aufbau des ganzen Systems ist für Anfang bis Mitte September geplant. Der Schwarzdorn kommt allerdings erst Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres.“

Das ist neu. Schließlich muss die knapp 5,4 Millionen Euro teure Maßnahmen eigentlich bis zum Herbst fertiggestellt und bis zum Ende des Jahres komplett abgerechnet sein. So haben es zumindest Stadtspitze und Planer immer wieder betont. Andernfalls drohe die 80-prozentige Förderung des Landes zu platzen. „Wir haben eine Ausnahmeregelung mit der Bezirksregierung getroffen“, sagt Görtz. „Der für die Bedornung vorgesehene Schwarzdorn kann erst nach dem ersten Frost des kommenden Winters geerntet werden.“ Aus diesem Grunde rechnet die Verwaltung erst im Dezember, wenn nicht sogar erst im Januar oder Februar mit den Abschlussarbeiten im Kurpark.

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Mit der Frist für den Zuschuss gibt es dagegen in Kevelaer überhaupt keine Probleme, so Kevelaers Wirtschaftsförder Hans-Josef Bruns. Bis Ende 2019 muss die Anlage stehen. Zeit genug für das Projekt. „Denn wir liegen voll im Zeitplan, alles läuft planmäßig“, so Bruns. Anfang August sollen die Roharbeiten beendet sein. Dann soll das Solebecken fertig sein, anschließend wird das Becken noch beschichtet. Danach stehen die Zimmermannsarbeiten an. Das Gradierwerk wird als Pilgermuschel gestaltet. Richtfest soll Anfang November sein. Bis Februar wird der Schwarzdorn angebracht. April/Mai soll das Gradierwerk fertig sein. Ziel ist, dass dann auch das Empfangsgebäude geöffnet werden kann. Die Ausschreibung dafür wird gerade vorbereitet. Bis der Sole- und Pilgergarten fertig ist, wird es noch etwas länger dauern. Im Herbst 2019 soll dafür angepflanzt werden.