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Gradierwerk in Kevelaer wird gesäubert

Anlage in Kevelaer ist drei Tage geschlossen : Stadtwerke reinigen das Gradierwerk

Im Solegarten St. Jakob wird in den nächsten Tagen kräftig gearbeitet. Vor dem Winter wird hier die Soleanlage in Kevelaer gereinigt.

Auch ein Gradierwerk muss gereinigt werden. Und so findet die jährliche, umfangreiche Säuberung des Gradierwerks in Kevelaer vom 9. bis 11. November statt. Drei Tage lang sind bis zu vier Mitarbeiter der Stadtwerke Kevelaer damit beschäftigt, das 12 Meter hohe, muschelförmige Bauwerk mit einem Durchmesser von ungefähr 25 Metern zu reinigen. In dieser Zeit kann die wohltuende Wirkung des Gradierwerks leider nur eingeschränkt genossen werden. Das Innere des Gradierwerks muss zudem zeitweise komplett geschlossen werden.

Durch den Gradiervorgang wird der Sättigungsgrad der aus der Tiefe geförderten Sole erhöht. Dafür rieselt die Sole über einen so genannten bedornten Bereich - das sind hoch aufgestapelte, fein gebündelte Lagen aus meist Schwarzdorn. Dabei verdunstet Wasser, die Gradation steigt an. Bei diesem Vorgang werden aber auch Fremdstoffe ausgefiltert und Salzkrusten entstehen an dem Schwarzdornreisig. Zudem verschmutzen Insekten, Vögel und Staub die Anlage.

Die Kevelaerer Solequelle befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Gradierwerk. Aus über 500 Metern Tiefe wird die iodhaltige „Kevelaer Thermalsole“ hochgepumpt und durch eine unterirdische Leitung zum Gradierwerk befördert. Im Juli 2019 ist das Gradierwerk mit 3 Prozent Salzgehalt erstmalig in Betrieb genommen worden. Bereits wenige Monate später wurde der Salzgehalt auf 15 Prozent hochgradiert.

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Diese wertvolle Sole geht bei der Reinigung natürlich nicht verloren. Sie wird aufgefangen, zwischengelagert und nach der Säuberung wieder in den Kreislauf des Gradierwerks eingebracht, um die Umgebungsluft wieder mit Aerosolen anzureichern. Das sind feine Salzwassertröpfchen, die Atemwegs- und Erkältungskrankheiten vorbeugen können sowie die Durchblutung der Lunge anregen und sie reinigen. Bis zum Wochenende ist die maritime Seeluft mitten in Kevelaer wieder in „vollen Zügen“ zu genießen, versprechen die Verantwortlichen der Stadtwerke Kevelaer.

(RP)