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Glasfaserausbau in Wetten geht voran

Internetausbau in Kevelaer : Der Hauptverteiler für das Glasfasernetz steht jetzt in Wetten

Der Kevelaerer Ortsteil wird jetzt auch angeschlossen. Ortsvorsteherin Beate Clasen freut sich, dass es doch noch geklappt hat. Auch die Innenstadt steht noch an.

Auch Wetten geht auf die Datenautobahn. Seit Ende März steht in Wetten der Hauptverteiler (Point of Presence) der Deutschen Glasfaser. Vom PoP aus werden gebündelte Glasfaserleitungen zu kleineren Unterverteilern und von dort bis in jede Straße und zu den jeweiligen Häusern verlegt.

Dazu werden kleine Gräben ausgehoben, in denen das Glasfaserkabel verlegt wird. Die Gräben sind meist am selben Tag wieder verschlossen. Oftmals könne auf Tiefbauarbeiten sogar ganz verzichtet werden, da Leerrohre für die Glasfasern per Spül-Bohr-Verfahren unter dem Gehweg durchgezogen werden können. So würden Beeinträchtigungen für die Anwohner auf ein Minimum begrenzt.

Die letzten Meter bis zum Haus werden mit einer für jedes anzuschließende Haus abgezweigten Glasfaser vom Hauptstrang überwunden – für Mehrfamilienhäuser werden so viele Glasfasern abgezweigt, wie es Wohneinheiten im Haus gibt. Die Zuleitung erfolgt in der Regel durch eine Tiefbohrung unter dem Vorgarten oder der Einfahrt, sodass diese von Baumaßnahmen nahezu unberührt bleiben. Lediglich ein minimaler Aushub vor der Hauswand ist notwendig, um die Leitung in Empfang zu nehmen und in das Gebäude einzuführen.

Für die Einführung des Glasfaserkabels ins Gebäude ist nur ein Loch von wenigen Millimetern Durchmesser erforderlich. Dieses wird anschließend wieder ordnungsgemäß verschlossen und abgedichtet. Über den Hausüberlassungspunkt können zukünftig Daten mit bis zu ein Gbit/s empfangen werden.

Schon im Jahr 2016 hat es Bemühungen gegeben, Wetten an das Glasfasernetz anzubinden, doch damals konnten die benötigten Vertragsabschlüsse von 40 Prozent der Haushalte nicht erreicht werden.

Deshalb freut sich Ortsvorsteherin Beate Clasen umso mehr, dass die Nachfragebündelung 2019 erfolgreich war: „Wir in Wetten haben verstanden, dass der Internetanschluss über die Glasfaser die Technologie der Zukunft ist.“

Auch Hans-Josef Bruns und Tobias Nelke von der Wirtschaftsförderung sind froh, dass das Ziel eines flächendeckenden Glasfaser-Ausbaus näher gerückt ist: „Es freut uns sehr, dass bald neben Winnekendonk, Twisteden und Kervenheim auch Wetten sowie Schravelen mit schnellem Internet versorgt werden.“ Es fehlt das Stadtgebiet Kevelaer. Hier erwartet alle Beteiligten ein hartes Stück Arbeit, da die Zahl der Haushalte ungefähr zehnmal so hoch ist wie in Wetten.