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Weeze: Glasfaser: Weeze muss weiter zittern

Weeze : Glasfaser: Weeze muss weiter zittern

Die Frist war zwar verlängert worden, doch noch hat die Gemeinde die Quote von 40 Prozent nicht erreicht. Im Moment wollen lediglich 27 Prozent der Haushalte einen Anschluss. Besser sieht es im Gewerbegebiet Kevelaer aus.

Nach dem Stichtag Ende September gab es in Weeze lange Gesichter. Gerade einmal 18 Prozent der möglichen Haushalte hatten sich für einen Glasfaseranschluss entschieden. Das Unternehmen Deutsche Glasfaser verlängerte daraufhin noch einmal die Frist für Vertragsabschlüsse. Und rund um Weeze wurde ordentlich getrommelt. Straßen waren mit "Deutsche Glasfaser" beflaggt, es gründete sich eine Bürgerinitiative, die eigene Werbetransparente platzierte. Nun ist die nächste Frist verstrichen. Der Prozentsatz kletterte immerhin von 18 auf 27 Prozent. Die Frage ist: Wie geht es jetzt weiter?

"Es sind auch noch nach dem Stichtag Verträge reingekommen, wir werden jetzt etwas Zeit brauchen, um alles zu erfassen und auszuwerten", sagt Nicole Holländer von der Deutschen Glasfaser. Danach werde das Unternehmen entscheiden, wie es weitergeht. Denkbar wäre auch eine nochmalige Verlängerung der Frist. "Es war schon beeindruckend, wie sich die Bürgerinitiative engagiert hat", sagt sie. Es werde auch noch Gespräche mit der Gemeinde geben.

Wie berichtet, ist auch Bürgermeister Ulrich Francken sehr daran interessiert, dass Weeze an das Glasfasernetz angeschlossen wird. "Ich hoffe weiter, dass es klappt und wir eine tragfähige Lösung finden", sagte er gestern. Momentan könne man aber erst einmal nur warten, was die endgültige Auswertung ergebe.

Nicole Holländer betonte auch noch einmal, dass das Unternehmen weiter auch Wemb in der Planung habe. Das Gebiet soll extra und unabhängig von Weeze abgefragt werden. Der Prognose nach scheint es ganz gute Chancen zu geben, dass Wemb die 40 Prozent erreichen würde. Die Frage ist allerdings, ob die Deutsche Glasfaser das Gebiet überhaupt ins Visier nimmt, wenn Weeze nicht angeschlossen ist. Das sei noch Zukunftsmusik, so Nicole Holländer. Derzeit sei man dabei die Termine für das kommende Jahr vorzubereiten. Dann werde auch Wemb auf der Tagesordnung stehen.

Während in Weeze noch einiges bis zu den 40 Prozent fehlt, hat Sevelen die Grenze gerade erreicht. Nachdem die Quote zunächst bei 39 Prozent lag, sind es jetzt die geforderten 40 Prozent. "Hier sieht es sehr gut aus", sagt Nicole Holländer.

Gut soll es auch für das Kevelaer Gewerbegebiet aussehen. Hier hat die Deutsche Glasfaser eine separate Abfrage gestartet. Die Frist läuft noch bis Ende Januar, die Resonanz sei gut, so der zuständige Mitarbeiter bei der Deutsche Glasfaser Thomas Pantazidis. "Wir haben einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht, die Unternehmer erkennen, wie wichtig es hier ist, dass eine Infrastruktur für die kommenden Jahrzehnte geschaffen wird", sagt er. Im Unterschied zu den Privatkunden gibt es keine feste Quote für Vertragsabschlüsse. Marschrichtung ist, dass von den 50 Unternehmen im Gewerbegebiet 25 einen Vertrag abschließen. "Wichtig ist, dass die Unternehmen die Chance erkennen und an einem Strang ziehen."

(RP)