Getöteter Wolf in Niedersachen wurde gequält, Tier am Niederrhein reißt weitere Schafe

Wolf in der Diskussion : Obduktion zeigt: Getötete Wölfin wurde gequält

Die Diskussion um den Wolf reißt nicht ab. In Niedersachsen wurde eine Wölfin getötet, am Niederrhein weitere Schafe gerissen.

Wie berichtet, gab es im Raum Hünxe/Schermbeck eine Reihe von Schafsrissen. Jetzt hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (Lanuv) auch offiziell bestätigt, dass dafür ein Wolf verantwortlich ist. Zwischen dem 26. Juni und 14. Juli riss ein Wolf dort fünf Schafe und verletzte drei weitere. Das belegen die Speichelproben. Ob es die im Wolfsgebiet ansässige Wölfin GW954F (Gloria von Wesel“) war oder ein Artgenosse werde noch ermittelt.

Die Vorfälle haben für viel Beunruhigung auch bei Schafshaltern auf der linken Rheinseite gesorgt, dei auch zum Wolfsgebiet gehört. Für Gesprächsstoff hat außerdem die brutale Tötung einer Wölfin aus Niedersachsen gesorgt, eben aus der Region aus der auch die Tiere am Niederrhein stammen sollen.

Hier liegt jetzt das Ergebnis der Obduktion vor. Demnach wurde dem Tier kurz vor dem Tod ein Draht durch die Pfote gezogen, heißt es in dem Bericht. Ursächlich für das Verenden war aber die Schussverletzung, die dem Tier zugefügt wurde.

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies verurteilte das Geschehen aufs Schärfste. „Die illegale Tötung dieser Wölfin zeigt, dass der oder die Täter völlig skrupellos sind, die Tatsache, dass dem Tier vor seinem Tod ein Draht durch die Pfote gezogen wurde, zeugt darüber hinaus von einer schwer vorstellbaren Grausamkeit. Beides ist nicht hinnehmbar.“

(ras)
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