Gesamtschule Kevelaer-Weeze: Probleme weil Busfahrer fehlen

Kevelaer: Problem an der Gesamtschule: Es fehlen Busfahrer

Bis zu den Herbstferien konnten Schüler aus Weeze teilweise nicht nach Kevelaer zum Unterricht kommen.

Am Dienstagabend will der Architekt im Bauausschuss in Weeze die Pläne für die Umgestaltung des Gesamt-
schulstandorts in Weeze erläutern. Wie berichtet, soll hier kräftig in die Räume, aber auch ins Konzept investiert werden.

„Konzept 2020“ lautet das Motto für die Umgestaltung. Vertreter der Stadt Kevelaer sind zu den Beratungen als Gäste eingeladen. Die Politiker in der Marienstadt haben ihrerseits gerade im Schulausschuss ausführlich über die Dependance in Weeze diskutiert. Als Problem hat sich nämlich die Schulbussituation herausgestellt. Für den Unterricht im so genannten Wahlpflichtbereich müssen Schüler aus Weeze nach Kevelaer fahren und haben dann dort in den jeweiligen Fächern gemeinsamen Unterricht.

Bislang habe das immer gut geklappt, so Christoph Feldmann, kommissarischer Leiter der Gesamtschule. Seit dem Sommer gab es allerdings massive Probleme, wie Schuldezernent Marc Buchholz im Ausschuss ausführte. Zwar habe sich die Zahl der Fahrten zwischen den Schulen nicht erhöht, die Zeiten hätten sich allerdings geändert. Das habe dazu geführt, dass die Fahrten mit den bisher tätigen Busunternehmen teilweise nicht möglich waren. Denn es fehlten schlicht und einfach die Busfahrer.

Die Folge: Bis zu den Herbstferien gab es für die betroffenen Schüler der Jahrgangstufen sechs bis acht keinen Unterricht in ihrem Wahlpflichtfach. Die Kevelaer Kinder wurden zwar in Kevelaer, die Weezer in Weeze unterrichtet, aber eben nicht im Wahlpflichtfach. Seit den Herbstferien sei die Situation jetzt im Griff, die Schüler müssen jetzt den fehlenden Stoff nachholen.

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Um diese Probleme in den Griff zu bekommen soll die Ausschreibung für den neuen Schulbusvertrag entsprechend angepasst werden. Der Vertrag endet zum 31. Juli 2019.

Diese Diskussion um die Schulbusse war für die FDP im Ausschuss der Anlass, noch einmal generell Kritik an der Situation zu üben. Man habe es von Anfang an kritisch gesehen, dass die Schule zwei Standorte habe, so FDP-Fraktions-Chef Jürgen Hendricks. Er nahm den Bürgermeister der Nachbarstadt Ulrich Francken in die Pflicht. „Er hat uns damals zugesagt, dass notfalls Ersatzbusse fahren würden. Ich habe bislang aber keinen Bus mit der Aufschrift ‚Ulrich Francken‘ gesehen“, meinte er ironisch.

So ganz sei das nicht richtig, konterte Marc Buchholz. An den Bussen würde zwar nicht „Ulrich Francken“ stehen, aber gleichwohl habe die Gemeinde Weeze Busse zur Verfügung gestellt. Aber auch dort habe es das Problem gegeben, dass ab und zu die Fahrer fehlten. Kritik an der Situation gab es auch von Johann-Peter van Ballegooy (KBV), die sei „bedenklich“ sagt er. Die Schüler würden wesentliche Schuleinheiten verlieren. Buchholz gab zu. „Ja, es war dramatisch, es war schlecht. Aber wir werden alles tun, dass wir eine solche Situation nicht noch einmal erleben.“ Aber das werde etwas kosten. Er stellte aber klar: „Das alles ist kein Anlass, um wieder eine generelle Diskussion über den Gesamtschulstandort Weeze aufzunehmen.“

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