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Gemeinde Weeze: Richtfest des Feuerwehrgerätehauses in Wemb

Gute Infrastruktur für das Ehrenamt : Richtfest am Feuerwehrgerätehaus in Wemb

Im Frühjahr 2021 soll das 3,1 Millionen Euro kostende Projekt fertig sein. Der scheidende Bürgermeister Ulrich Francken betonte die Notwendigkeit eines gut ausgestatteten Feuerwehrhauses.

Nur der Richtbaum fehlte am Freitagnachmittag in Wemb. Sonst waren aber alles vorhanden, um den fertiggestellten Rohbau des neuen Feuerwehrhauses zu feiern. Eigentlich hätte das Richtfest schon früher stattfinden sollen, aber auch hier sorgte Corona für eine Verschiebung.

Abgesehen davon läuft der Bau des Feuerwehrhauses aber weiter wie geplant. Im Frühjahr 2021 soll das 3,1 Millionen Euro kostende Projekt dann fertig sein. „Das ist sicherlich eine hohe Summe, die ist es uns aber auch wert“, betonte Bürgermeister Ulrich Francken in seiner Begrüßung. Vom neuen Feuerwehrhaus, das nur unweit vom alten errichtet wird, versprechen sich die Beteiligten eine Menge Vorteile. „Es wird ein modernes, solides und zukunftsträchtiges Gebäude“, versichert der Architekt Ekkehard Voss. Die Firma Tchoban Voss arbeitete gemeinsam mit dem Klever Unternehmen Hülsmann Thieme Minor und Kevin Minor an dem Projekt. Auch wenn die Büros von Tchoban Voss in Hamburg, Dresden und Berlin sitzen, kennt sich Ekkehard Voss inzwischen im Kreis aus. Schon an der Hochschule und dem Berufskolleg in Kleve verewigte der Architekt sich. „Es war auch jetzt wieder eine glückliche Zusammenarbeit“, erzählte Voss.

Neben der rein funktionalen Ebene des Feuerwehrhauses erläuterte Wehrleiter Michael Winthuis auch andere Aspekte des Neubaus: „Es ist ein offenes Gebäude. Das ist wichtig, um die Feuerwehr als Teil der Gesellschaft wahrzunehmen. Ein Außenstehender kann so vorbeikommen und sich beispielsweise Übungen ansehen.“ Andersherum werden die Kameraden vom Gemeinschaftsraum auf die Kirche schauen und sich so Kraft für ihre Einsätze holen können.

Einen kirchlichen Segen gab es am Freitag noch nicht, dafür sprach Paul Grote von Grote Bedachungen den traditionellen Richtspruch aus. Das ging auch ohne Richtbaum, wie Ulrich Francken erwähnte. Für ihn war es einer seiner letzten Auftritte als amtierender Bürgermeister in Weeze. Dabei verdeutlichte er nochmal, dass der Bau des neuen Hauses, trotz der hohen Kosten, eine richtige und wichtige Entscheidung war: „Die ehrenamtliche Tätigkeit der Feuerwehr ist nicht hoch genug einzuschätzen. Und es ist ganz wichtig, dass die Feuerwehrkameraden ein gutes Haus haben.“ Insgesamt 45 Feuerwehrmännern und Feuerwehrfrauen soll das neue Haus Unterkunft gewähren.