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Kevelaer: Gelungener Auftakt ins Jubiläumsjahr

Kevelaer : Gelungener Auftakt ins Jubiläumsjahr

Die Wallfahrt in Kevelaer feiert 375. Geburtstag. Eine von vielen Aktionen läuft bereits erfolgreich: Gläubige können sich eine gesegnete Kopie des Gnadenbildes ins Haus holen.

Mit dem Chorkonzert in der Basilika starten am Sonntag um 16 Uhr die Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr. Eine kleine Aktion im Hintergrund, die das ganze Jahr begleiten soll, läuft allerdings bereits einige Zeit. Und sehr erfolgreich. Jeder kann sich eine Kopie des Gnadenbilds nach Hause holen, um vor dem Bild der Consolatrix Afflictorum seine ganz persönlichen Anliegen vorzubringen. Eine Aktion, die zwar im Hintergrund läuft, aber auch für Pastor Lohmann eine wichtige Bedeutung im Jubiläumsjahr hat, wie er schon bei der Vorstellung des Projekts erläuterte. "Es geht immer um dieses Bild, und da, wo das Bild ist, da spielt sich das Leben ab", sagte er.

Die Idee zu der Aktion hatte Verona Marliani-Eyll, die sich daran erinnert hatte, dass es so etwas schon im Jahr 2004 gegeben hatte. "Damals hatten die Gläubigen auch ihre Erfahrungen mit dem Gnadenbild aufgeschrieben, das sind bewegende Einträge", berichtet sie. Kinder haben Bilder gemalt, Familien Fotos gemacht, es finden sich Gebete und persönliche Gedanken in den Aufzeichnungen. Zwei kleine Bücher sind daraus gestaltet worden, die bislang in der Bücherei lagen. Jetzt im Jubiläumsjahr liegen sie an der Pforte im Priesterhaus aus. Verone Marliani-Eyll würde sich freuen, wenn die neue Aktion für die Kevelaerer ein Anlass wäre, sich die Bücher noch einmal anzusehen.

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Auch diesmal gibt es die Möglichkeit, Gedanken und Erinnerungen zum Gnadenbild einzureichen. Wer die Kopie des Bildes abholt, bekommt einen Zettel, auf dem solche Eindrücke aufgeschrieben werden können. Diese sollen gesammelt und ebenfalls in einem Buch veröffentlicht werden.

Die Aktion kommt sehr gut an. Die Kopie des Gnadenbildes ist fast ständig "auf Reisen". In Achterhoek wurde beispielsweise eine Adventsandacht dazu gestaltet, die Hubertusgilde wird das Bild zu ihrer Versammlung ausleihen. Denn die Gilde ist in diesem Jahr festgebender Verein der Kirmes. Auch die Schwestern im Klarissenkloster haben sich schon an der Aktion beteiligt. Die Motive sind unterschiedlich. Familien binden das Bild in ein Jubiläum ein, andere wollen die persönliche Anbetung daheim, in einem Fall ging es um Fürbitte für eine bevorstehende Operation.

Aber nicht nur Gläubige aus Kevelaer nutzten die Aktion. Das Gnadenbild war auch bereits in Duisburg und Krefeld.

Auch Initiatorin Verona Marliani-Eyll hatte die Kopie des Gnadenbildes bereits zu Hause. Zu St. Martin wurde das Bild im Wohnzimmer aufgestellt, dazu Martinslieder und Marienlieder gesungen. "Es ist ein besonderer Rahmen, das Gnadenbild zu Hause zu erleben. Das schätzen offenbar auch viele andere", sagt sie.

Besonderheit ist, dass die Kopie diesmal vom Papst selbst gesegnet ist. "Es war eine glückliche Fügung, dass der Papst Abordnungen der Wallfahrtsorte mit den Marienbildern nach Rom eingeladen hat", erzählt sie. Eine Gruppe vor allem Jugendlicher aus Kevelaer war nach Rom gefahren. Einige hatten sogar die Gelegenheit, dem Papst persönlich gegenüberzustehen.

Wer die Kopie des Gnadenbildes ausleihen möchte, kann sich im Priesterhaus in einen Kalender eintragen lassen. Die "Übergabe" des Bildes erfolgt immer im Marienlob um 18 Uhr und wird von den Brudermeistern der Consolatrix Afflictorum organisiert. Damit auch Gläubige aus der weiteren Umgebung die Gelegenheit haben, das Gnadenbild im Haus zu haben, haben sich die Verantwortlichen der Motorradwallfahrt angeboten, das Bild per Motorrad zu transportieren. Das ist allerdings erst ab März möglich.

(RP)