Gegenkandidat von Marc Buchholz aus Kevelaer hat zurückgezogen

Sozialdezernent in Kevelaer: Gegenkandidat von Marc Buchholz hat zurückgezogen

Die Chancen von Marc Buchholz steigen, die Stelle in Mülheim zu bekommen. Die Fraktionen bedauern, dass der Sozialdezernent wechseln möchte.

Die Hinweise verdichten sich, dass Sozialdezernent Marc Buchholz die Wallfahrtsstadt verlässt. Wie berichtet, hat er sich auf den Posten des Beigeordneten in Mülheim beworben. Medien berichten jetzt, dass der Gegenkandidat Georg Robra aus Rheda-Wiedenbrück seine Bewerbung zurückgezogen habe. Damit scheint der weg für Buchholz frei zu sein, der sich ohnehin auf eine Mehrheit der Ratsmitglieder stützen kann. Am Donnerstag soll die Entscheidung fallen.

Auch in Kevelaer gehen viele davon aus, dass Buchholz die Stadtverwaltung verlassen wird. „Er hat sehr, sehr gute Chancen. Ich gehe davon aus, dass er die Stelle in Mülheim bekommt“, sagt CDU-Fraktions-Chef Paul Schaffers, der bedauert, dass Kevelaer damit voraussichtlich einen guten Mann verliert. „Wir verlieren einen exzellenten Fachmann, der mir immer das Gefühl gegeben hat, das es läuft.“ Geschätzt habe er vor allem, dass Buchholz immer der erste gewesen sei, der aktiv geworden sei, wenn irgendwo ein Fördertopf anzuzapfen war.

Wie man mit der Stelle nach einem möglichen Abschied Buchholzs verfahren sollte, sollte in der Fraktionssitzung am Montagabend besprochen werden. „Ich bin der Meinung, dass wir in Kevelaer in der Stadtplanung gut aufgestellt sind. Daher brauchen wir auch keinen Technischen Beigeordneten“, sagt Schaffers. Die Frage sei, ob man überhaupt die Stelle eines Beigeordneten brauche. „Wir haben gute Leute innerhalb der Verwaltung.“ Zudem habe das Beispiel Gelderns ja gezeigt, wie schwierig es momentan ist, gute Leute von außerhalb als Bewerbungen zu bekommen.

Bei der SPD will Horst Blumenkemper die aktuelle Situation auch erst einmal ausführlich in der Fraktion besprechen. „Ich habe nicht damit gerechnet, dass es so schnell so konkret wird“, sagt der SPD-Fraktions-Vorsitzende. Für die Stadt Kevelaer sei der Weggang von Buchholz ein großer Verlust. Das sei schade für die Stadt, gerade im Schulbereich habe der Sozialdezernent viel bewirkt. „Es gab da eine gute Vertrauensbasis.“ Doch ebenso wie Schaffers hat er vollstes Verständnis für die Beweggründe von Marc Buchholz. „Die Stelle in Mülheim ist eine große Chance für ihn, ich kann verstehen, dass er sie nutzen will“, sagt der CDU-Chef.

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