Kevelaer: Frischer Wind fürs Zuhause

Kevelaer: Frischer Wind fürs Zuhause

Der Frühjahrsputz ist immer noch populär, und auch nützlich. Hauswirtschafterinnen geben praktische Ratschläge, wo man im Haushalt zumindest einmal im Jahr genauer hinschauen sollte.

Kevelaer/Weeze "Was man früher gemacht hat, die ganzen Betten nach draußen stellen und Teppiche klopfen, das gibt es heute nicht mehr", sagt Marianne Schmitz, Vorsitzende der Landfrauen Weeze/Wemb im Rückblick. "Als wir Kinder waren, hatten wir nicht den Staubsauger." Dennoch lohnt es sich, einmal im Jahr seine Wohnung genauer in Augenschein zu nehmen. Denn "über die Wintermonate wird oft weniger gelüftet, Staub hat sich vor allem durch den Betrieb der Heizung angesammelt", weiß Ulla Schwarz. Ihr Mann ist Unternehmensberater. Er hat aber auch für den Frühjahrsputz ein paar Kniffe parat. "Die Motivation besteht darin, sich vorzustellen, wie schön alles nach dem Putzen sein wird, dass man sich wohlfühlt, wenn alles sauber und aufgeräumt ist." Die Freude entstehe mit dem Blick auf das Ziel. Nach der Vorstellung gibt es allerdings nur ein Patentrezept: "Es ist ein Rangehen, ein Tun", weiß auch Schwarz.

Bis in alle Ecken

"Grundsätzlich fängt man von oben nach unten an", erklärt die Meisterin der ländlichen Hauswirtschaft, Schmitz. "Dazu gehört auch der Speicher. Der darf gerne mal entrümpelt werden." Im Schlafzimmer freuen sich Gardinen über eine Wäsche und die Fenster sollten geputzt werden. "Möbel wegrücken, um direkt in die Ecken zu kommen", rät Schmitz. Für die Böden gebe es zwar eine ganze Palette an Reinigungsmitteln, "aber ein paar Tropfen Schmierseife reichen", sagt Schmitz aus Erfahrung.

In der Küche sollte Schrank für Schrank ausgeräumt werden. "Überaltete Lebensmittel entsorgen, Ober- und Unterschränke ordentlich abwaschen." Die Zimmerdecken sind von Spinnweben zu befreien, Decken in der Küche abzuwaschen.

Um den Überblick zu behalten, lohne es, sich die Arbeiten einzuteilen. "Im alltäglichen Betrieb kommen auch andere Aufgaben hinzu. Dann macht man eben am anderen Tag weiter", empfiehlt Schmitz. Allerdings sollte man sich auch nicht zu lange vom Putzen einvernehmen lassen, "denn man will es ja auch hinter sich bringen."

Neben dem Auswaschen der Schränke steht für Hannelie Luyven, Landfrau aus Kervenheim, auch das Behandeln der Schränke mit Wachs auf dem Programm. Luzia Deselaers, Wettener Landfrau, wäscht die Gardinen, mistet die Schränke aus und reinigt die Teppiche. "Den Stress von früher mache ich mir auch nicht mehr", berichtet sie. Mit der gewonnenen Zeit kann das Arbeitsfeld im Freien angegangen werden. "Im Garten wird jetzt aufgeräumt", sagt Klaus Schwarz.

Die Gastronomin Christel Schiffer erzählt: " Ich fange jetzt an, den Biergarten herzurichten. In den nächsten Tagen wird das Laub zusammengefegt und die ersten Frühjahrsblumen werden gepflanzt".

(RP)