Medienberichte: Tarifstreit eskaliert – Bahn-Verhandlungen mit GDL gescheitert
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Kevelaer Fit für größere Flugzeuge

Kevelaer · Drei Tage lang wird die Start- und Landebahn am Airport Weeze gesperrt. Der alte Belag ist marode. Die neue Bahn kann höhere Belastungen aushalten. "Wir denken an die Zukunft", sagt Flughafen-Chef Ludger van Bebber.

 Flughafen-Chef Ludger van Bebber erklärt, warum die Bahn drei Tage lang gesperrt werden muss: Der Belag der Start- und Landebahn ist an einigen Stellen rissig geworden.

Flughafen-Chef Ludger van Bebber erklärt, warum die Bahn drei Tage lang gesperrt werden muss: Der Belag der Start- und Landebahn ist an einigen Stellen rissig geworden.

Foto: Gerhard Seybert

Der Versuch, zwischen dem 12. und 14. November bei Ryanair einen Flug ab Weeze zu buchen, endet mit einem durchgestrichenen Flugzeug-Symbol und dem Informationstext: "Leider sind keine Flüge verfügbar". Drei Tage wird die Start- und Landebahn gesperrt, sämtliche Flüge fallen aus.

Der Grund sind die Betonplatten, die vor fast 60 Jahren, nämlich 1954, von den Briten beim Bau der Bahn verlegt wurden. Die sind mittlerweile in die Jahre gekommen, die Kanten haben sich gegeneinander verschoben. Flughafen-Geschäftsführer Ludger van Bebber berichtet von Rissen im Asphalt: "Das müssen wir bekämpfen", sagt er, "bevor diese Risse zu Löchern werden." Daher soll die Sanierung auch noch vor dem anstehenden Winter abgeschlossen werden, um Frostschäden zu vermeiden.

Auf rund 6000 Quadratmetern wird daher der westliche Teil der Landebahn komplett erneuert. Dazu wird nicht nur eine neue Asphaltdecke aufgetragen, auch der komplette Untergrund wird ausgetauscht. Zunächst eine "hydraulisch gebundene Tragschicht", dann mehrere Asphaltschichten. Der Flughafen rechnet mit Kosten in Höhe von 700 000 Euro für die dreitägigen Bauarbeiten. "Schon 2007 war uns klar, dass diese Maßnahme auf uns zukommen wird", sagt van Bebber. Damals wurde der westliche Teil der Bahn erneuert und mit moderner Technik ausgestattet. Mehr als zehn Millionen Passagiere sind seither darauf gestartet oder gelandet.

Dabei ist gerade der Start eine echte Belastungsprobe für den Untergrund, erklärt van Bebber. Mit der Sanierung wird der Boden nun auch widerstandsfähiger gemacht, kann dann auch ein Gewicht von mehr als 80 Tonnen tragen. Die Boeing 737-800 — diese Maschine wird von Ryanair eingesetzt — hat ein maximales Startgewicht von rund 79 Tonnen. "Da, wo wir sanieren, sanieren wir zukunftssicher, "das bedeutet auch, dass die Bahn nach der Sanierung für größere Flugzeuge geeignet ist. Alles andere", sagt van Bebber, "wäre fahrlässig."

Auch wenn kein Flugbetrieb stattfindet, bleibt das Terminal geöffnet. Denn der Betrieb im Reisemarkt geht weiter, auch ein Teil der Gastronomie wird zur Verfügung stehen. Van Bebber rechnet allerdings nicht mit gestrandeten Passagieren, die von der Schließung überrascht sind. "Wir haben die Maßnahme mit den Fluggesellschaften geplant, alle Passagiere, die bereits gebucht hatten, sind inzwischen informiert worden. Da sollte also eigentlich nichts passieren."

Am Donnerstag, 15. November, soll um 6.30 Uhr die erste Maschine auf der neuen Bahn starten. Für die Passagiere geht es dann nach Fuerteventura.

(RP/rl)
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