1. NRW
  2. Städte
  3. Kevelaer

Feuerwehr übt im Hotel "Goldener Apfel" in Kevelaer

Sirenenalarm in der City von Kevelaer : Großübung am „Goldenen Apfel“

Für viel Aufsehen hat am Montagabend ein Großeinsatz der Feuerwehr mitten in der Innenstadt gesorgt. Die Einsatzkräfte trainierten den Ernstfall.

Wenn es Sirenenalarm mitten in der Stadt gibt, sorgt das immer für Aufregung und Aufsehen. Und wenn dann Feuerwehrfahrzeuge auch noch auf den Kapellenplatz fahren, ist die Aufmerksamkeit besonders groß. Um 18.50 Uhr war am Montagabend ein Alarm ausgelöst und damit ein Großeinsatz der Feuerwehren eingeleitet worden. Kurze Zeit später waren die ersten Einsatzkräfte vor Ort, und erst da erfuhren sie dann, dass es sich glücklicherweise nur um eine Übung handelte. Ziel ist schließlich, dass der Einsatz so realitätsnah wie möglich über die Bühne geht, um bestens für den Ernstfall trainieren zu können.

Das Szenario für die etwa 150 Feuerwehrleute aus den fünf Löschzügen war durchaus anspruchsvoll. Ausgangslage war ein Brand im Hotel „Goldener Apfel“. Dort sollten sich in einem Zimmer noch Gäste aufhalten, so die Übungsaufgabe. Ziel war, die Personen zu retten und gleichzeitig den Brand zu „löschen“, um ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäude zu verhindern. Schließlich befindet sich der „Goldene Apfel“ mitten im Herzen von Kevelaer. Im Ernstfall könnte ein Großbrand hier verheerende Folgen haben.

  • Rund 100 Einsatzkräfte vor Ort : Feuerwehr rettet bei Brand in Mettmann sechs Personen über Balkone
  • In der Lederfabrik Heinen in Wegberg
    Feuerwehr in Wegberg im Einsatz : Brand in Lackierhalle der Lederfabrik Heinen
  • Feuerwehrfahrzeuge stehen vor der Düsseldorfer Staatskanzlei.
    Polizei und Feuerwehr im Einsatz : Verdächtiges Pulver – Großeinsatz an Düsseldorfer Staatskanzlei

„Die Aufgabe war für unsere Einheiten nicht ganz einfach“, erläutert Feuerwehrsprecher Markus Rademacher. Vor allem war es wichtig, die rund 20 Fahrzeuge richtig zu koordinieren. Denn es hilft ja nichts, wenn von allen Seiten Wagen in die Stadt hineinfahren, in den engen Straßen würde sich die Feuerwehr da festfahren und gegenseitig behindern. Schnelligkeit ist schließlich bei so einem Einsatz nicht alles. Hinzu kommt aktuell, dass es auch noch den Adventsmarkt gibt, durch den die Straßen zusätzlich schmaler sind. „Wichtig war daher, zu sehen, dass die Kräfte gezielt gesammelt und der Einsatz genau organisiert wird. Da geht es darum, welches Fahrzeug wo wartet und dann für den Einsatz platziert wird“, so Rademacher.

Es war die erste Großübung nach zwei Jahren. Die lange Pause lag einmal an Corona. Außerdem müsse man für so ein Szenario auch die entsprechenden Möglichkeiten haben, berichtet der Feuerwehrsprecher. „Es hilft ja nicht, wenn da 150 Leute anrücken und viele nur rumstehen können, weil nicht genug zu tun ist.“ Daher hatte man zuletzt noch am Antwerpener Platz vor dem Bau des Edeka-Marktes geübt, jetzt nutzte man die Chance, dass der „Goldene Apfel“ leersteht, um dort einen Brand in einem Hotel mitten in der City zu simulieren.

Wie berichtet, ist das Hotel verkauft. Hier sollen Wohnungen entstehen.

Bei dieser Übung überprüfte die Feuerwehr auch ihr Corona-Hygienekonzept. Das sei als sehr wirkungsvoll bewertet worden. „Alle Kameradinnen und Kameraden die an Einsätzen oder Übungen teilnehmen, sind geimpft oder genesen. Zusätzlich tragen wir überall dort FFP2-Masken wo Abstände nicht eingehalten werden können“, erläutert Rademacher. An Übungsabenden wird zusätzlich per Schnelltest vorab getestet.

 Das Fazit der Übung sei positiv ausgefallen. Auch auf beengten Raum sei durch gute Planung und Einsatzleitung ein strukturierter und funktionierender Einsatz möglich. Solche Übungen seien immens wichtig, um die notwendige Routine zu erlangen.

Beim Einsatz dabei waren die Löschzüge Kevelaer Stadt, Wetten, Kervenheim, Twisteden und Winnekendonk. Die Jugendfeuerwehr unterstützte die Aktiven und spielte vermisste Personen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: So übte die Feuerwehr am „Goldenen Apfel“ in Kevelaer