1. NRW
  2. Städte
  3. Kevelaer

FDP warnt vor Kostenexplosion bei Niersbrücke in Weeze

Liberale wollen Bau der Brücke verschieben : FDP lehnt zusätzliche Kosten für Niersprojekt in Weeze ab

Die Brücke über die Niers und der Bau der Nierspromenade in Weeze werden teurer als ursprünglich kalkuliert. Die FDP will das Projekt daher verschieben.

Um rund eine Million Euro ist, wie berichtet, das Projekt rund um Nierspromenade und Brücke teurer geworden. FDP-Fraktions-Chef Frans de Ridder weist darauf hin, dass die Liberalen diese Kostenerhöhung im Rat abgelehnt haben. „Die Erhöhung der Kosten um mehr als eine Million Euro halten wir in der derzeitigen Finanzlage der Gemeinde Weeze für unverantwortlich“, so de Ridder. Die FDP befürworte das Projekt zwar, aber nicht in einer so angespannten Finanzlage. Weeze habe auch den Bau des Bürgerhauses über Jahre verschoben, bis es finanziell passte. Selbstverständlich müsse die schon lange unbefriedigende Verkehrssituation am Fährsteg umgehend in Angriff genommen werden.

Der Kämmerer habe beim Einbringen des Haushaltes zur Kostendisziplin gemahnt. Er habe gesagt, dass alles zu vermeiden sei, was den Aufwand dauerhaft weiter erhöht. Sonst würden Steuererhöhungen drohen. Trotzdem seien in den Sitzungen fast jedes Mal Beschlüsse zu überplanmäßigen Ausgaben gefasst worden. Neben der Niersbücke ging es dabei um zusätzliche Ausgaben für Personal, Medienentwicklung, Offene Ganztagsschule oder Verwaltungskosten. „Wir machen uns ernste Sorgen“, so de Ridder. Der Bau der Brücke allein sollte laut ursprünglicher Planung in der preiswertesten Version etwa 300.000 Euro kosten und wurde im Laufe des Planungszeitraum immer teurer. Nun sei man schon bei über einer Million Euro angelangt.

  • Das Ufer der Niers gegenüber von
    Arbeiten in Weeze sollen im September starten : Brücke und Nierspromenade werden eine Million Euro teurer
  • Mutschenweg in Neersen : Immobilien-Projekt weist in die Zukunft
  • Die Sanierung der Grotenburg bietet weiterhin
    Stadionsanierung in Krefeld : AfD kritisiert die Verwaltungsspitze wegen fehlender Infos zur Grotenburg

Auch sei unverständlich, wieso die Verwaltung für den Haushalt 2021 keine aktualisierte Grobkalkulation für alle in diesem Jahr geplanten Bauvorhaben vorgenommen habe. Man habe doch bereits im Herbst vergangenen Jahres von den Kostensteigerungen im Baugewerbe gewusst. Entsprechend seien die Kostenansätze aus dem Frühjahr 2019 nicht mehr realistisch gewesen.

Wie berichtet, soll am Ufer der Niers eine Promenade angelegt werden. Außerdem ist eine Brücke als Verbindung zwischen Ortskern und Tierpark geplant.