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FDP Kevelaer hatte Bürgermeisterkandidaten zu Gast

Vor der Kommunalwahl in Kevelaer : Beide Bürgermeisterkandidaten stellen sich Fragen der Liberalen

Bürgermeister Pichler und der designierte Bürgermeisterkandidat der CDU, Mario Maaßen, gaben Rede und Antwort. Wen sie unterstützen, ließ die FDP noch offen. Die Mitglieder des Ortsverbandes entscheiden bald darüber.

Der Abend war voll gepackt mit Programm. Die Kevelaerer FDP hatte am Mittwochabend zunächst ihre Wahlversammlung zur Besetzung der Wahlkreise, die Reserveliste hatten sie bereits gewählt. Dann wurde das Wahlprogramm vorgestellt und im Anschluss ging es um den Posten des Bürgermeisters. Die Kevelaerer Bürger werden sich wahrscheinlich zwischen zwei Kandidaten entscheiden müssen. Dominik Pichler tritt aus dem Amt heraus an, sein Herausforderer könnte Mario Maaßen von der CDU sein. Die Aufstellungsversammlung der CDU steht noch aus. „Wir gehen aber stark davon aus, dass er Bürgermeisterkandidat der CDU wird“, sagt Jan Itrich, Vorsitzender der FDP Kevelaer. Deswegen hatte man auch beide Anwärter eingeladen, nicht unbedingt zu einem Duell, aber zu einer Vorstellungsrunde. Darin ging es um die Ziele der Zukunft. Für eine Chancengleichheit bekamen beide Politiker je 40 Minuten Zeit und waren räumlich und zeitlich voneinander getrennt.

Das Hauptaugenmerk der FDP lag vor allem darauf, welchen Bürgermeisterkandidaten sie eher unterstützen können. Deshalb wollten die Liberalen besonders etwas über die Pläne zur Zukunft der Wallfahrtstadt hören. „Wie sehen die Kandidaten Kevelaer langfristig, als überschaubare Stadt oder ist eine Weiterentwicklung angedacht?“, formuliert Itrich eine Frage. Die Antworten hätten sich in Nuancen unterschieden, bleibt er zurückhaltend mit einer Wertung. Aber man hätte deutlich spüren können, dass Pichler als Amtsinhaber antwortet. Eine Frage war, wie es mit dem Flughafen Weeze weitergehe soll. Der bringt einerseits Touristen und Arbeitsplätze, andererseits geht es auch an Kevelaers Geld, wenn man an die Kreisumlage denkt. „Pichler als amtierender Bürgermeister hatte den Blick auf die Finanzen gelegt“, sagt Itrich. Maaßen habe eine etwas abwartende Haltung eingenommen. Man müsse schauen, wie sich die Flughafenzahlen entwickelten.

Ob Verwaltungssicht oder CDU-Sicht, die FDP hatte in der Vergangenheit bei beiden oft andere Ideen und Ansichten. Als Beispiel nennt Itrich die aktuelle Diskussion über die Parkplätze vom Peter-Plümpe-Platz, in der Vergangenheit hätte man lieber eine andere Lösung für die Pflasterung der Hauptstraße gesehen. Im Kevelaerer Rat ist sie aktuell mit zwei Plätzen vertreten. Positiv empfand Itrich bei beiden Kandidaten, dass sie sowohl einen deutlichen Führungsstil pflegen, aber auch bereit sind, über andere Ansichten zu diskutieren. Am Ende des Abends habe er eine Tendenz herausgehört, sagt Itrich. Entschieden ist aber noch nichts. Eine letzte Entscheidung, wen man unterstützen wolle, steht noch aus und obliege allein den Mitgliedern des Ortsverbandes.