Weeze: Facebook: Wenn die Party ausufert

Weeze: Facebook: Wenn die Party ausufert

Rund 800 Gäste, 16 Verletzte – eine Party in Wuppertal, zu der über das Netzwerk Facebook eingeladen wurde, ist heftig aus dem Ruder gelaufen. Das Internet macht's möglich – auch in Weeze? RP-Redakteur Stefan Gilsbach sprach Georg Koenen vom Ordnungsamt.

Rund 800 Gäste, 16 Verletzte — eine Party in Wuppertal, zu der über das Netzwerk Facebook eingeladen wurde, ist heftig aus dem Ruder gelaufen. Das Internet macht's möglich — auch in Weeze? RP-Redakteur Stefan Gilsbach sprach Georg Koenen vom Ordnungsamt.

Herr Koenen, haben Sie schon einmal so einen krassen Fall einer ausufernden Party in Weeze erlebt?

Georg Koenen An so einen Fall kann ich mich nicht erinnern. Bislang hatten wir bei Veranstaltungen immer in etwa die Zahl der Besucher, die angekündigt wurden. Bei Q-Base auf dem Airport beispielsweise hat es haargenau gepasst.

Wann wird eine Party vom Privatvergnügen zu einem Fall für das Ordnungsamt?

Koenen Wenn der öffentliche Raum mit ins Spiel kommt, beispielsweise wenn Teilnehmer anfangen sich auf Straßen oder Plätzen aufzuhalten. Es ist manchmal schwer zu differenzieren, welche Feier noch privat und welche schon öffentlich ist. Im letzteren Fall muss ein Veranstalter die Feier anmelden.

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Koenen Da gilt ganz klar: Wenn die öffentliche Ordnung und Sicherheit beeinträchtigt ist, greifen wir ein.

Bin ich als Veranstalter einer privaten Feier verpflichtet, meinen Nachbarn vorher Bescheid zu sagen?

Koenen Nein, da gibt es keine Vorschrift. Das ist einfach höfliches Benehmen gegenüber den Mitmenschen.

Werden Sie nun regelmäßig in Facebook nachschauen, ob in Weeze eine Mega-Party anrollt?

Koenen Wir werden tatsächlich hin und wieder in Facebook nachschauen. Schließlich möchten wir keine böse Überraschung erleben.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Facebook in Zahlen

(RP/jul)
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