Kevelaer: Einzelzimmer sehr gefragt

Kevelaer: Einzelzimmer sehr gefragt

Die Hoteliers in Kevelaer und Weeze sind mit der Saison recht zufrieden: Durch das gute Wetter im Frühjahr gab es viele Buchungen. Daran konnte der klimatisch traurige Hochsommer nicht mehr viel ändern.

In diesem grauen Sommer zog es die meisten in warme Gefilde, oder man machte es sich daheim gemütlich — so möchte man meinen. Doch trotz regnerischer Monate sind in Nordrhein-Westfalen im ersten Halbjahr 2011 nicht viele Hotelbetten leer geblieben. Die Zahlen, die das statistische Landesamt ermittelt hat, zeigen, dass auch Hoteliers vom Niederrhein Grund zur Freude hatten.

Im Frühjahr viele Buchungen

Obwohl die Besucherzahlen in Kevelaer insgesamt leicht abgenommen haben, freuten sich Hotelinhaber wie Jutta Rijkelijkhuizen vom Stadthotel am Bühnenhaus in Kevelaer schon im Frühjahr über viele Buchungen. "Besonders das anfangs gute Wetter und die späten Sommerferien haben uns in die Hände gespielt. Wir hatten mehr Gäste als im Vorjahr."

Bei den Anmeldungen habe sie allerdings im Ganzen weniger Doppelzimmer und mehr Einzelzimmer vermietet, was auf die große Zahl an Geschäftsreisenden zurückgehe. Nun erhofft sich Rijkelijkhuizen einen goldenen Oktober: "Besonders Radreisende und Senioren werden dann nochmal aktiv."

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Gestiegen ist die Zahl der ausländischen Besucher, die zum Übernachten nach Kevelaer kamen. "Das hängt ganz klar mit dem Flughafen Weeze zusammen", sagt Khalid Rashid, Sprecher der Gemeinde Weeze, der im eigenen Ort den selben Trend beobachtet. Eine wichtige Ursache für die zahlenmäßige Steigerung in diesem Jahr sei die Lahmlegung des Flugbetriebs infolge des Vulkanausbruchs 2010, unter dem die Hotels rund um den Airport gelitten hätten.

Die Weezer Hotels beobachten bei den ausländischen Gästen gar einen Anstieg von 81 Prozent. Wie in den anderen Jahren bildeten die Niederländer darunter die größte Gruppe, so Airport-Geschäftsführer Ludger van Bebber. Rund 60 neue Betten, die das Hotel Jägerhof seit April 2011 anbietet, werden außerdem gut genutzt: Das Hotel ist durchschnittlich zu 65 Prozent ausgebucht, etwa 92 Prozent davon seien Fluggäste, schätzt Inhaber Henk Rutten.

Eine weitere Ursache für die positiven Trends am Niederrhein sieht Thomas Kolaric, Geschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, Dehoga, in der weiteren Umgebung: "Das Jahr 2011 war bisher ein starkes Messejahr, die Besucher lassen sich nicht nur direkt in den Messestädten nieder, sondern lassen auch die Orte am Niederrhein profitieren."

Besonders für ausländische Messebesucher zählt hier wieder die Flughafennähe. Die Sommerferien sorgten indes auch an den wenigen Sonnentagen nicht für nennenswerten Ansturm: "Die Hotels am Niederrhein leben hauptsächlich von Geschäftsreisenden", sagt Kolaric.

(RP)
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