Einsatzreiches Osterwochenende für die Feuerwehr in Kevelaer

Feuerwehr in Kevelaer : Viel Arbeit für die Feuerwehr

Gasgeruch, unklare Rauchentwicklung, Unfall: Über Ostern mussten die Einsatzkräfte rund um Kevelaer mehrfach ausrücken.

Über Ostern rechnen die Feuerwehrleute immer mit verstärkten Einsätzen, schließlich brennen dort an vielen Orten die Osterfeuer.  Diesmal sei es aber besonders heftig gewesen, berichtet Markus Rademacher, Sprecher der Feuerwehr Kevelaer. Es gab ordentlich für die Löschzüge zu tun. Das hängt auch mit der anhaltenden Trockenheit zusammen, die vielen noch gar nicht so richtig aufgefallen ist. Aber es hat seit längerer Zeit nicht mehr richtig geregnet, die Wälder sind trocken. „Es gilt bereits wieder die zweithöchste Waldbrandgefahrstufe“, so Rademacher. Für das Osterwochenende listet er gleich eine ganze Reihe an Vorfällen auf. Los ging der Einsatz-Marathon am Samstagvormittag. In Twisteden war Unrat in einem Grünstreifen in Brand geraten, in Kevelaer hatte jemand eine „unklare Rauchentwicklung“ gemeldet. Der Unrat war schnell gelöscht, die Rauchentwicklung entpuppte sich als Fehlalarm. Wenig später ging bereits die nächste Meldung ein. Ein Anwohner der Hauptstraße hatte Gasgeruch wahrgenommen. Um 11.23 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, die wenig später vor Ort war und die Straße sperrte. Techniker der Stadtwerke untersuchten den Bereich auf eventuell ausgetretenes Gas. Nach etwa 30 Minuten konnten sie Entwarnung geben und die Hauptstraße wurde wieder frei gegeben.

Fast zeitgleich waren Feuerwehrleute bereits auf der A 57 aktiv. Hier hieß es, dass eine Person nach einem Unfall einklemmt sei. Glücklicherweise war das nicht der Fall. „Unsere Leute haben die Unfallstelle gesichert und anschließend die Fahrbahn gereinigt. Dann konnten sie wieder abrücken“, berichtet Rademacher. Zwei Personen kamen nach dem Unfall ins Krankenhaus. Der Verkehr staute sich über mehrere Kilometer.

Abends mussten die Einsatzkräfte dann wieder raus, zu zwei Osterfeuern bei denen aber alles in Ordnung war. Brenzliger war ein weiterer Einsatz bei einem Feuer an der B 9, das außer Kontrolle geraten war. Die Flammen griffen begünstigt vom Wind auf Bäume und Gebüsch über. Die eigenen Löschversuche blieben ohne Erfolg, deshalb alarmierte man die Feuerwehr. Eine richtige Entscheidung. „Nur durch den massiven Löschangriff der Löschzüge Kevelaer und Wetten konnte ein Ausbreiten des Feuers auf ein angrenzendes Waldstück verhindert werden“, berichtet Rademacher. „Wenn wir vier Minuten später gekommen wären, hätte das bei der Trockenheit fatal enden können.“ Mit Konsequenzen müssten die „Feuermacher“ in diesem Fall nicht rechnen. Das Osterfeuer sei ordnungsgemäß angemeldet gewesen. Wenn ein Brand nicht mutwillig verursacht werde, sei der Feuerwehreinsatz kostenlos.

Auch am Sonntagabend gab es Arbeit für die Feuerwehr. Am Velder Dyck war ein Osterfeuer außer Kontrolle geraten. Durch Funkenflug waren Kunststofftöpfe an einer angrenzenden Gärtnerei in Brand geraten. Die Feuerwehr löschte die Flammen und deckte die verschmorten Töpfe zur Sicherheit mit einem Löschschaumteppich ab.

Nicht nur in Kevelaer, im ganzen Kreis habe es verstärkt Einsätze gegeben, berichtet Rademacher. Weil es so trocken sei, seien viele auch sensibilisiert und rufen direkt an, wenn sie ein Feuer bemerken. „Auch wenn es sich dann oft einfach um ein normales Osterfeuer handelt, ist es richtig, die Feuerwehr lieber einmal zu viel zu alarmieren.“ Denn für einen vorbeifahrenden Autofahrer sei ja nicht zu erkennen, wie gefährlich ein Feuerschein in der Ferne ist.

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