Einfamilienhaus in Kevelaer steht in Flammen

Küchenbrand in Kevelaer : Einfamilienhaus steht in Flammen

Ein Gebäude an der Dondertstraße in Kevelaer brennt völlig aus. Der Bewohner kann sich retten.

In der Silvesternacht musste die Feuerwehr aus Kevelaer dreimal ausrücken, alles sei aber im Rahmen geblieben, hieß es. Mehr zu tun gab es für die Einsatzkräfte dagegen am Silvestermorgen. Da hatte der Bewohner eines freistehendes Einfamilienhauses an der Donderstraße ein Feuer in seiner Küche bemerkt. Er verließ sofort das Gebäude und alarmierte um 8.40 Uhr die Rettungskräfte. Die freiwillige Feuerwehr Kevelaer mit den Löschzügen Stadtmitte und Twisteden traf nur kurze Zeit später an der Dondertstraße ein. Zu der Zeit stand das komplette Erdgeschoss bereits in Flammen, berichtet Feuerwehrsprecher Markus Rademacher. Die dunkle Rauchsäule war kilometerweit zu sehen.

Um das Gebäude zu retten, sei es bereits zu spät gewesen. Obwohl es mehreren Trupps unter Atemschutz schließlich gelang, den Brand zu löschen, habe man nicht verhindern können, dass das Haus vollständig durch Rauch und Flammen beschädigt wurde.

Auch der Teleskopmast war im Einsatz. Foto: ja/Feuerwehr Kevelaer

Die Feuerwehr hatte auch die Drehleiter eingesetzt, um den Brand von oben zu bekämpfen. Daher war ein Teil des Daches geöffnet worden. Der Energieversorger hatte das Haus zudem vom Netz genommen.

Die Schäden sind groß. Die Fenster sind zerborsten, auch im Obergeschoss werde es sicher Schäden geben. Das Gebäude ist erst einmal unbewohnbar. Es wird vermutlich kernsaniert werden müssen, bevor hier wieder jemand einziehen kann. Es sei aber gesichert, dass der Bewohner des Hauses untergebracht wird. Er blieb bei dem Feuer unverletzt. Die Feuerwehr Kevelaer war mit sieben Fahrzeugen und 60 Einsatzkräften vor Ort. Nach gut zwei Stunden konnten die Wagen abrücken. Die Ursache für das Feuer ist noch unbekannt. Die Kriminalpolizei hat den Brandort beschlagnahmt und die Ermittlungen übernommen. Vermutlich sind die Flammen in der Küche entstanden. Die Höhe des Sachschadens ist ebenfalls noch unbekannt.

Nach diesem spektakulären Einsatz mussten die Feuerwehrleute zwischen Mitternacht und zwei Uhr morgens noch dreimal ausrücken. Dabei habe man Kleinfeuer löschen müssen, die durch Böller in Kevelaer und Wetten entstanden waren. Dabei handelte es sich um brennende Feuerwerksbatterien. „Für eine Silvesternacht hielt sich das im Rahmen“, sagt Rademacher. Drei Einsätze seien für so einen Termin ganz normal. Silvester ist die Wache in Kevelaer zur Sicherheit immer mit einem Fahrzeug besetzt, bei Alarmierungen werden zusätzliche Einsatzkräfte hinzugezogen.

Der Küchenbrand am Silvestermorgen in Kevelaer war auch laut Auskunft der Kreisleitstelle der spektakulärste Vorfall. Ausrücken musste die Feuerwehr im Kreis ansonsten eher zu kleinen Einsätzen. In Emmerich war auf einem Balkon ein kleiner Brand gemeldet worden, in Goch gab es Feuer in Mülltonnen. Schäden gab es hier nicht.