Mud Masters in Weeze: Eine Familie ist heiß auf den Schlamm

Mud Masters in Weeze: Eine Familie ist heiß auf den Schlamm

Die Grootens' aus Winnekendonk werden mit mehr als 20.000 anderen Sportlern bei den Mud Masters an den Start gehen. Am Wochenende findet das Spektakel wieder am Airport Weeze statt.

Zu Ostern gab es einen Trip nach Renesse. Doch statt Urlaub im niederländischen Badeort stand Training für Mud Masters an. Familie Grootens, die als Team G-Force bei der Schlammschlacht am Airport an den Start gehen will, nutzte den kilometerlangen Sandstrand zu Ausdauerläufen. "So haben wir schon etwas Gefühl für das schwere Laufen im tiefen Sand bekommen", berichtet Jörg Grootens. Der Geschäftsinhaber aus Winnekendonk ist mit 50 Jahren der Oldie der Familientruppe, zu der noch seine Söhne Jos (18), Lutz (16) und Leo (13) sowie Neffe Henrik Lange (18) gehören. Seit zwei Monaten wird intensiv für den großen Lauf am Sonntag trainiert. Dann wird G-Force die 18 Kilometer lange Strecke in Angriff nehmen.

Wichtiger als die Zeit ist für das Team aus Winnekendonk das Gemeinschaftsgefühl auf der Strecke. "Ich laufe auch beim Strongmen mit, da geht es allen nur um die Zeit. Das ist bei Mud Masters völlig anders. Hier hilft jeder jedem. Wichtig ist allen, dass möglichst viele ins Ziel kommen", sagt Grootens. Er muss es wissen. Beim Strongmen ist er bereits zehnmal mitgelaufen, bei Mud Masters ist er zum vierten Mal mit dabei. Die 18 Kilometer hat er locker drin. Jörg Grootens ist wie seine Kinder Marathonläufer. Doch die Mud Masters seien eben noch einmal eine besondere Herausforderung.

Der Matsch schreckt ihn nicht. Im Gegenteil. "Wenn du erst einmal den inneren Schweinehund überwunden hast und mittendrin im Schlamm bist, ist dir das völlig egal", erzählt er lachend. Aber wie bei jedem Rennen werde es zum Ende hin immer schwerer, sich Richtung Ziel zu schleppen. Rund vier Stunden plant das Team für die Strecke ein, die über viele Hindernisse führt.

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Gerade die Hindernisse machen für den 50-Jährigen den Reiz des Extrem-Laufs am Weezer Airport aus. "Besonders krass ist der Execution, du stehst da oben und weißt genau: Gleich geht die Klappe auf, und es wird ernst", berichtet er.

Beim Execution öffnet sich unter den Läufern plötzlich der Boden, und sie stürzen in eiskaltes Wasser hinab. Zumindest werden die Extrem-Sportler auf diese Art und Weise etwas vom dicken Schlamm auf der Haut los.

Denn der Schlamm sitzt überall. "Der zieht bis in die Ohren", erzählt Jörg Grootens. Daher geht es nach dem Zieleinlauf erst einmal zu den dicken Schläuchen, mit denen sich die Sportler noch am Gelände abspritzen können. Der grobe Dreck ist dann weg. Um den feinen Schlamm allerdings komplett aus den Haaren zu bekommen, ist zu Hause dann eine besondere intensive Duschsession nötig. "Doppelt so lange muss die schon sein, sonst wirst du den Matsch einfach nicht los." Grootens schöpft aus der Erfahrung von vier Schlammwettkämpfen.

(zel)