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Edmund Bercker schaut auf seine Zeit als Ortsvorsteher in Kevelaer zurück

Ortsvorsteher von Kevelaer seit 1999 : „Kevelaer ist mir eine Herzensangelegenheit“

Edmund Bercker legt mit seinen 84 Jahren das Amt als Ortsvorsteher in jüngere Hände. Sein schönstes Erlebnis war das Wiedersehen mit einem Jugendfreund.

Seit wann sind Sie Ortsvorsteher?

Edmund Bercker Nach jahrelanger Ratsarbeit und verschiedenen Engagements im kommunalen Raum übernahm ich 1999 das Amt des Ortsvorstehers für Kevelaer Mitte.Da ich jetzt das Alter von 84 Jahren erreicht habe, ist der Zeitpunkt gekommen, das Amt des Ortsvorstehers in jüngere Hände zu geben.

Was war Ihre spannendste Begegnung als Ortsvorsteher?

Bercker An diesem Amt gefiel mir vor allem die vielfältige Begegnung mit Kevelaerer Mitbürgern und Mitbürgerinnen. Bei den Geburtstags- und Goldhochzeitsbesuchen traf ich häufig ehemalige Mitarbeiter und Weggefährten. So ereignete es sich auch, dass mir ein Geburtstagskind die Tür öffnete und sich als mein ehemaliger Jugendfreund vorstellte. Wir hatten zusammen in der Basilika bei dem damaligen Pastor Heinrich Maria ministriert und auch beim Wiederaufbau der völlig zerstörten Antoniuskirche für ein Speckbutterbrot Steine gekloppt. Danach hatten wir uns aber aus den Augen verloren.

Insgesamt würde ich sagen, dass mich viele dieser Besuche bereichert und manche Begegnungen mich stark beeindruckt haben.

Mit welchem Ortsteil hätten Sie gerne einmal getauscht und warum?

Bercker Ich würde mit keinem Ortsteil tauschen, Kevelaer ist Kevelaer und nach der kommunalen Neugliederung gehören die Ortschaften mit dazu.

Was sind Ihre größten Errungenschaften in Ihrer Zeit als Ortsvorsteher?

Bercker Mein Amt hat mir ermöglicht, die Entwicklung der Stadt in ihrer Bedeutung als Wallfahrtsstadt mit dem unscheinbarsten Gnadenbild zu begleiten.

Was würden Sie im Rückblick anders machen?

Bercker Das ist eine schwierige Frage. Ich habe immer Gesprächspartner gefunden und durch Gespräche viel erreichen können. Das war gut so.

Haben Sie Heimweh, wenn Sie drei Tage nicht in Kevelaer sind und was ist Ihr bestes Mittel dagegen?

Bercker Ich gehöre nach Kevelaer, war aber beruflich viel unterwegs. Ich hatte dann Heimweh nach meiner Familie, meiner Frau und den Kindern.

Was sind Ihre Wünsche für Ihren Ort?

Bercker Eine gelungene Koordination der Interessen der Stadt und der Wallfahrt ist mir ein großes Anliegen, denn Kevelaer war und ist mir eine Herzensangelegenheit.