1. NRW
  2. Städte
  3. Kevelaer

Drogenbande aus Kevelaer festgenommen

Bande schmuggelte Kokain und Cannabis : Polizei zerschlägt Drogenring in Kevelaer

Die Ermittler haben fünf Tatverdächtige festgenommen. Sie gehören zu einer Bande, die vor allem die Szene in der Marienstadt mit Cannabis und Kokain versorgt hat. Drogen wurden auch in Kevelaer angebaut.

Die Ermittlungen gegen die Bande zogen sich laut Polizeisprecherin Anna Stammen schon länger hin. Mehr als ein Jahr beobachteten die Beamten die Verdächtigen und warteten auf den richtigen Zeitpunkt, um zuzuschlagen. Fünf Tatverdächtige konnten schließlich festgenommen werden. Drei von ihnen sitzen in Haft. Die Bande soll mehr als ein Jahr Handel mit Cannabis und Kokain in nicht geringer Menge betrieben haben.

 Zum ersten Mal schlug die Polizei am 5. März zu. An dem Tag konnten die Ermittler einen 33-jährigen Marokkaner ohne festen Wohnsitz bei einer Schmuggelfahrt festnehmen. Der Mann sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Seine 20-jährige Komplizin aus Geldern wurde  wieder frei gelassen, weil es keine Haftgründe gab.

Nur vier Tage später gelang der Polizei dann der zweite Schlag gegen die Bande. Auf einer weiteren Schmuggelfahrt aus den Niederlanden nahmen die Beamten drei weitere Mitglieder des Drogenrings fest: einen 35-jährigen Mann aus Kevelaer, seinen 31-jährigen Schwager aus Serbien und eine 26-jährige Frau aus Kervenheim. Die beiden Männer befinden sich seitdem in Untersuchungshaft, die Frau wurde wieder freigelassen.

  • Der CDU-Vorstand präsentierte sich mit der
    CDU Kevelaer wählt Vorstand : CDU Kevelaer weiblicher und jünger
  • Feuerwehrleute entfernen unter Polizeischutz ein Schild
    Nach Verbot der „Bandidos“ : 5 Erkenntnisse über die Rocker-Szene in NRW
  • Für den Lieblingssalat von Anna Walker
    Serie Hofläden in Meerbusch : Roter Apfelsaft für das Salat-Dressing

Die Täter sollen regelmäßig Cannabis und Kokain aus den Niederlanden nach Deutschland geschmuggelt haben, um es hier weiterzuverkaufen. Zusätzlich gab es vermutlich noch Hanfplantagen in Kevelaer, auf denen Cannabis angebaut wurde.

Die Bande war offenbar für die Versorgung der Szene in Kevelaer zuständig. Und der Bedarf dort scheint groß zu sein. Denn die Ernte der Plantagen allein reichte nicht aus, daher hätte die Bande weitere Drogen aus den Niederlanden einschmuggeln müssen.

Die Kriminalbeamten konnten im Laufe der Ermittlungen über 50 Kunden der Drogenbande vor allem in Kevelaer ausfindig machen und Strafverfahren gegen sie einleiten.

Die Festnahmen hatten offenbar für reichlich Unruhe in der Szene gesorgt. Denn als die Polizei die Wohnungen weiterer Mitglieder der Bande durchsuchte, waren die Räume fein säuberlich gereinigt. Mögliche Spuren waren offenbar beseitigt worden. Auch Cannabis-Pflanzen wurden nicht mehr gefunden, die Plantagen waren rechtzeitig vor der Razzia zurückgebaut worden. „Man hatte sich vorbereitet“, sagt Anna Stammen.

Im Herbst wird mit dem Beginn der Hauptverhandlung gegen die Mitglieder der Bande vor dem Landgericht Kleve gerechnet.