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Dritter Preis für Schülerzeitung „Denkpause“ aus Kevelaer bei Wettbewerb

Schülerzeitung „Denkpause“ aus Kevelaer ausgezeichnet : Auch Laschet wurde schon interviewt

Die Schülerzeitung „Denkpause“ ist seit 20 Jahren eine Institution am Gymnasium in Kevelaer. Die Nachwuchsjournalisten setzen auf Themenvielfalt und überzeugten jetzt auch die Jury beim Wettbewerb.

Die Schülerzeitung „Denkpause“ existiert seit über 20 Jahren und ist vom Kardinal-von-Galen-Gymnasium in Kevelaer nicht mehr wegzudenken. „Wir stecken da viel Arbeit rein und die Artikel werden meistens ziemlich gut. Die ‚Denkpause‘ ist mit den Jahren ein echtes Qualitätsprodukt geworden. Alle freuen sich immer, wenn sie rauskommt“, berichtet Chefredakteurin Lina Martens grinsend.

Dass die Schülerzeitung ein „Qualitätsprodukt“ ist, wurde nun auch von einer Jury aus Redakteurinnen und Redakteuren regionaler Tageszeitungen bestätigt. Sie verliehen der „Denkpause“ den dritten Platz des Schülerzeitungswettbewerbs der rheinischen Sparkassen. Es gab ein Preisgeld von 1000 Euro. Über den Preis freuen sich die zwölf Nachwuchsjournalisten der „Denkpause“, die sich einmal im Monat zur Redaktionssitzung im „Denkpausenraum“ des Kevelaerer Gymnasiums treffen. Dort überlegen sie sich Themen und entwickeln Ideen für die vier Ausgaben im Jahr.

Jede Ausgabe hat eine Auflage von ungefähr 400 Exemplaren. Auch wenn das Team die Zeitung größtenteils allein auf die Beine stellt, wird es bei organisatorischen Fragen, in den Redaktionssitzungen und beim Anwerben neuer Mitglieder von Lehrer Paul Wans unterstützt. Bei dem Einstieg ab der neunten Klasse kann man entscheiden, ob man bei den Beiträgen oder beim Layout mithelfen möchte. Momentan gestaltet der stellvertretende Chefredakteur Malte Fiedler aus der Jahrgangsstufe EF das Layout, die anderen Mitglieder der Redaktion produzieren für jede Ausgabe mindestens zwei Beiträge.

Das Spektrum der Artikel ist in jeder Ausgabe breit gefächert. Lina Martens beschreibt: „Wir machen alle Arten von Artikeln: Film- und Bücherreviews, Comics, Fotostrecken, Interviews, Quizze und Artikel über politische oder kulturelle Themen. Wir haben für alle was dabei, sowohl für die Fünftklässler als auch für die Lehrer.“ Auch über die aktuellen Geschehnisse in Kevelaer wird in der Schülerzeitung berichtet. Dazu gibt es in jeder Ausgabe ein großes Titelthema, das über eine Person außerhalb der Schule oder über ein aktuelles politisches Thema informiert.

Für die Leitartikel wurden beispielsweise schon Ministerpräsident Armin Laschet und Bürgermeister Dominik Pichler interviewt sowie die Klimakrise ausführlich thematisiert. Besonders gut kommt bei den Schüler immer das Quiz an mit Fragen wie „Welcher Lehrer ist dein Weihnachtsengel?“

Auch die traditionellen Interviews mit neuen Pädagogen sind sehr beliebt, bei denen jedem Lehrer und jeder Lehrerin lustige und abwechslungsreiche Fragen gestellt werden wie „Welche Frucht sind Sie?“ oder „Welche Serie würden Sie die ganze Nacht durchgucken?“

Diese Interviews der Kevelaerer Schülerzeitung wurden von der Jury des Wettbewerbs der rheinischen Sparkasse und zehn regionaler Tageszeitungen besonders gelobt. Wie die Redaktion das Preisgeld investiert, wissen die Nachwuchs-Journalisten noch nicht genau. „Wahrscheinlich lassen wir das Preisgeld erst mal liegen. Ich kann mir sonst gut vorstellen, dass wir nächstes Jahr damit eine besonders coole Denkpausenfahrt machen. In zwei Ausgaben haben wir 100. Jubiläum – vielleicht fließt es auch darein“, überlegt Martens.

Bei der „Denkpausenfahrt“ fährt das ganze Team für ein Wochenende in eine Großstadt, um dort ein Medienhaus der Stadt zu besuchen. Zum Beispiel war die Redaktion beim NDR in Hamburg oder beim Morgenmagazin in Berlin. Weil die jährliche Fahrt immer bei allen Beteiligten sehr gut ankommt, war die Enttäuschung über die Absage der diesjährigen Fahrt nach München besonders groß.

Die Exkursionen und die Druckkosten werden größtenteils über Anzeigen finanziert, denn die Schülerzeitung wird gratis verteilt. Die Chefredakteurin erklärt, warum die „Denkpause“ nichts mehr kostet: „Früher hat die ‚Denkpause‘ einen Euro für Schüler und zwei Euro für Lehrer gekostet. Aber dann mussten wir manchmal übriggebliebene Exemplare wegschmeißen. Und wir wollen ja, dass unserer Arbeit gelesen wird. Deshalb haben wir irgendwann angefangen stattdessen eine Spendenbox aufzustellen. In die schmeißen meistens alle etwas rein. Denn es ist echt schön, dass sich die Schüler so extrem engagieren können und wir eine so gute Schülerzeitung haben.“