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Kevelaer: Die Feuerwehr bekommt mehr Platz

Kevelaer : Die Feuerwehr bekommt mehr Platz

Beim Gerätehaus in Winnekendonk soll 2013 eine Fahrzeughalle angebaut werden. Insgesamt will die Stadt für die Feuerwehr laut Haushaltsplanentwurf rund 830 000 Euro ausgeben.

An Sparappellen hat es Kevelaers Kämmerer Ralf Püplichuisen nicht fehlen lassen, als er den Haushaltsentwurf vorlegte. Davon, jegliche Investitionstätigkeit einzustellen, ist die Stadt allerdings weit entfernt. Auch wenn man die Aufwendungen für die Rathaussanierung außer Acht lässt. Ein großer Ausgabeposten im Etat des nächsten Jahres ist die Feuerwehr.

Rund 830 000 Euro stehen dafür in dem rund 850 Seiten dicken Zahlenwerk. "Es handelt sich um Investitionen laut Brandschutzbedarfsplan, der im September bereits vom Rat genehmigt wurde", erklärt Kevelaers Feuerwehr-Chef Heiner Schraml. Drei große Vorhaben sollen im kommenden Jahr realisiert werden.

Beim Feuerwehrgerätehaus Winnekendonk steht der Anbau einer Fahrzeughalle an. Dafür sind laut Haushaltsplan 272 500 Euro vorgesehen. Das Gebäude an der Sonsbecker Straße ist zu klein und entspreche deshalb nicht mehr den Vorschriften zur Unfallverhütung, so Schraml. Bisher sind die beiden Feuerwehrfahrzeuge hintereinander aufgestellt. Mit dem Neubau wäre ein Parken nebeneinander möglich. Die Autos würden dann durch den Sanitärtrakt getrennt.

Mit 163 000 Euro schlägt der Kauf von Ausstattungsgegenständen zu Buche. Dadurch werden nach Angaben des Feuerwehrleiters vor allem Geräte ersetzt. Nicht in dieser Summe berücksichtigt ist die normale Ersatzbeschaffung von persönlichen und technischen Ausrüstungsgegenständen in den Löschzügen.

Für die Feuerwehr der Kevelaerer Kernstadt wird im nächsten Jahr ein neues Fahrzeug für 390 000 Euro angeschafft. Es handelt sich um ein Hilfeleistungsfahrzeug, das ein 26 Jahre altes Tanklöschfahrzeug ersetzt. Dieses wiederum werde an einen Interessenten von auswärts verkauft, zum Beispiel bei einer Zollauktion im Internet. Der Erlös daraus würde in den städtischen Haushalt fließen.

In den nächsten fünf Jahren kommt es laut Brandschutzbedarfsplan zum Kauf eines weiteren neuen Feuerwehrfahrzeugs. Das würde, ebenfalls im Austausch gegen ein altes Modell, in Winnekendonk stationiert. Mit dem Kauf rechnet Schraml frühestens im Jahr 2014.

Investitionen, die der Kämmerer unter dem Begriff "rentierliche Schulden" zusammenfasst. Dazu zählen unter anderem auch eine Reihe von Ausbaumaßnahmen, die für das Jahr 2013 geplant sind. Der Dorfplatz Achterhoek soll neu gestaltet werden. Dafür fließt ebenso ein Landeszuschuss wie für die Erweiterung des Bürgerradwegs in Wetten vom Mühlenhoeksweg bis zur Langstraat. Der Kreis Kleve beteiligt sich am Kreisverkehr am "Irrland". Das Umweltministerium gibt eine Finanzspritze für die energetische Sanierung der Straßenbeleuchtung. Und jeweils der Endausbau steht an für "Am Kreuzweg", "Bischof-van-Aken-Straße" und Grunewald.

(RP)