Kevelaer: Der Ranzen muss passen

Kevelaer: Der Ranzen muss passen

Schultornister sind gerade zu Ostern ein willkommenes Geschenk. Bei der Wahl des richtigen sind allerdings ein paar Dinge zu beachten. Generell sollte der Ranzen immer am Kind ausprobiert werden.

Delfin, Pirat oder doch Prinzessin? Bei der Wahl des richtigen Schulranzen achten Kinder am ehesten auf das Motiv. Dass es dabei auf wesentlich mehr ankommt, erklärt Gabi Bullmann, Mitarbeiterin der Schreibwarenabteilung vom Drogeriemarkt Müller in Kevelaer.

"Wir versuchen als Fachverkäufer darauf Einfluss zu nehmen, dass nicht nur nach Schönheit, sondern auch nach dem guten Sitz gekauft wird." Sie rät, das künftige Schulkind in jedem Fall zum Einkauf mitzunehmen. "Wenn es nicht unbedingt eine Überraschung sein soll, ist das Kind mitzubringen. Dann kann man besser feststellen, ob der Ranzen passt."

Probieren mit Gewicht

Nur einen leeren Ranzen auf den Rücken zu packen, wäre kaum hilfreich – deshalb wird im Geschäft der Tragekomfort auch mit Gewicht überprüft. "Nicht jede Ranzenform sitzt bei jedem Kind vernünftig", sagt Bullmann. Entscheidend sind Größe und Statur des kleinen Kunden. Der Traum vom Wunschranzen muss aber nicht an der Größe scheitern. "Der Vorteil ist, dass es die verschiedenen Motive auch in verschiedenen Ranzenformen gibt", erklärt Michael von Kempen, Geschäftsführer von Söhngen in Kevelaer.

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In der Papeterie am Markt findet sich ein vielfältiges Angebot. Van Kempen rät von Käufen im Internet ab. "Mit dem Ranzen muss erst eine Proberunde gelaufen werden. Wenn Kinder und Eltern sich uneins sind, kann man vielleicht auch mal eine Nacht drüber schlafen." Immerhin handele es sich um eine Investition in die ersten vier Schuljahre. Die Kosten für Taschen der mittleren Preisklasse liegen bei 120 Euro. Zu dem Tornister gehört meist ein Set, bestehend aus Etui, Turnbeutel und Trinkflasche. Sparen kann man mit Vorjahresmodellen oder an Rabatt-Tagen. Auf neue Tornister gibt es drei Jahre Garantie. "Ist ein Verschluss kaputt, wird der Ranzen eingeschickt. Wir haben für diese Fälle Ersatzranzen auf Lager, damit kein Schüler ohne zur Schule muss", sagt van Kempen.

Trolley-Tornister zum Ziehen

"Eine gute Idee für Kinder, die noch nicht so groß und stark sind, sind Trolleys", sagt Ergotherapeut Georg Arts. Die Konstruktion, die es den Schülern ermöglicht, ihren Ranzen auf Rollen hinter sich herzuziehen, gibt es als Komplettmodell oder kann dazugekauft werden.

Ein weiterer Aspekt ist die richtige Bepackung. "Schultornister sollten so gepackt werde, dass das Gewicht nicht auf einer Seite lagert, sondern in der Mitte ist." Keinesfalls schädlich sei es, einen gebrauchten Tornister zu nehmen. "Das ist ja nicht wie ein Schuh, der ganz genau passen muss." Dennoch ist die Körpergröße mit ausschlaggebend für den richtigen Sitz. Von einfachen Rucksäcken rät der Ergotherapeuth für Grundschulkinder generell ab. "Jedes einzelne Heft oder Buch drückt sich durch. Es fehlt oft an der ausreichenden Rückenpolsterung."

(RP)