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De Ridder von der FDP Weeze kritisiert online Terminvergabe

Zu langes Warten auf Online-Termine : FDP Weeze kritisiert Terminvergabe

Fraktionsvorsitzender Frans de Ridder hat viele Fragen an die Verwaltung. Er sieht Handlungsbedarf. In anderen Kommunen bekomme man online viel schneller einen Termin für das Bürgerbüro.

Frans de Ridder ärgert sich. Am 28. August habe er online versucht, einen Termin beim Bürgerbüro der Gemeinde Weeze zu bekommen. Es ging um eine Meldebescheinigung. Angeboten wurden ihm nur zwei freie Termine am 14. und 15. September. Das bedeutet mehr als zwei Wochen Wartezeit.

Zum Vergleich hat er geschaut, wie lange er auf einen Termin bei der Gemeinde Uedem hätte warten müssen. Da seien ihm direkt eine ganze Fülle an freien Terminen in den kommenden Tagen angezeigt worden.  Warum ist das so, möchte der Weezer und FDP-Fraktionsvorsitzende wissen. Denn immerhin sollte doch die Online-Terminvergabe über Tevis das Leben leichter machen und zu einem hoffentlich schnelleren und unbürokratisch erstellten Termin führen.

Wer einmal einen Online-Termin bekommen hat, der kommt auch sofort dran, erklärt Guido Koenen vom Fachbereich Ordnung und Bürgerservice bei der Gemeinde Weeze. Damit ist die Wartezeit im Bürgerbüro passé. Allerdings gibt es nur einen Terminal, der solche Online-Termine bearbeitet. Aus Servicegründen gebe es immer auch noch einen Schalter, an dem telefonisch ein Termin vereinbart werden kann und für sehr kurzfristige, dringende Anliegen. Warum es aktuell in Weeze einen Terminstau gibt, das habe gleich mehrere Gründe, sagt Koenen. Zum einen sei die Urlaubszeit nicht zu unterschätzen. Es gebe einerseits Mitarbeiter, die Urlaub haben, aber nach der langen Corona-Pause und mit den Öffnungen steigt auch der Bedarf an gültigen Ausweisdokumenten. In der Corona-Zeit sei das Rathaus über eine Zeit geschlossen gewesen. Viele Dinge werden nun nachgeholt. Außerdem gebe es noch Besonderheiten für Weeze, die Uedem oder andere Kommunen nicht haben. Zum einen sind das An- und Abmeldungen für die Mitarbeiter der Zeitarbeitsfirmen am Airport und die Datenerfassung von Bewohnern der Zentralen Unterkunftseinrichtung (ZUE) für Flüchtlinge. Beides sei sehr zeitaufwendig. Bürgermeister Georg Koenen bittet da um Nachsicht für die Mitarbeiter des Bürgerbüros, das wegen einer Schulung auch für ein paar Tage geschlossen war. Auch das wird nachgearbeitet.

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Dass man in einer solchen Zeit warten muss, sei hinnehmbar, sagt Norbert Thul von der SPD angesichts von Corona und den anderen Gründen. Er habe bisher nur Gutes über den Bürgerservice gehört und ermutige immer dazu, rechtzeitig einen Termin zu machen.

Kämmerer Johannes Peters gibt zu Bedenken, sollte an das Aufstocken von Personal gedacht werden, dass damit dauernde Kosten für die Gemeinde anfallen. „Wir kommen da auch wieder hin, dass Termine schneller zu bekommen sind“, stellt Koenen in Aussicht. Erst aber müssten angestaute Termine abgearbeitet werden. De Ridder stellt klar, dass es nicht darum gehe, der Verwaltung Vorwürfe zu machen. Er wolle zur Diskussion anregen, um Verbesserungen herbeizuführen.