Das Kevelaerer Familienunternehmen Schatorjé hat mehrere Standbeine.

Unternehmensporträt: Schatorjé bewegt die Region

Über 10.000 Menschen nutzen jährlich die Reiseangebote des Familienunternehmens. Dazu kommen Schüler- und Linienverkehr.

„Tanz auf dem Vulkan“ oder „ungeheuer schottisch“: Mit originellen Titeln wirbt das Reisebüro Jean Schatorjé für seine Flugreisen. Das Besondere: Unter dem Motto „Gemeinsam die Welt entdecken“ kann man begleitet von einem Mitarbeiter von Schatorjé und mit seinen Mitreisenden das Reiseziel erkunden. So geht es mit Christian Koppers zum Vulkan-Tanz auf Teneriffa mit Abstecher auf die Nachbarinsel La Gomera. Martina Koenen kümmert sich in Edinburgh um die Gäste und das Tagesprogramm. Die Flugreisen mit persönlichem Service vom Check-in am Flughafen an sind das jüngste „Kind“ im Portfolio des Kevelaerer Unternehmens, das in diesem Jahr sein Silberjubiläum am Standort Gewerbering feiert.

Der Umzug ins Gewerbegebiet war sicherlich eine der wichtigsten Entscheidungen der Firmengeschichte. Zuvor war das Unternehmen an der Wettener Straße zu Hause, am Wohnhaus von Gründer Jean Schatorjé. Eine Pferdekutsche war 1949 das erste Fahrzeug, mit dem er begann. Schon bald darauf wurden der erste Omnibus der Marke „Opel Blitz“ angeschafft und die ersten Reiseziele angesteuert. Heute leitet Diplom-Kaufmann Thomas Schatorjé das Unternehmen in zweiter Generation, unterstützt von seiner Frau Renate, die übrigens auch einige Reisen selbst begleitet. 1994 zog der Familienbetrieb in das Gewerbegebiet um. Dort entstanden auf 5600 Quadratmetern Büro- und Werkstattgebäude, Tank- und Waschanlage und viel Platz für die Busflotte mit 30 Fahrzeugen. 2015 wurde der Bürobereich aufgestockt. Aber auch in der Innenstadt ist Schatorjé zu finden: Seit 1993 gehört ein eigenes Reisebüro auf der Hauptstraße 39 zum Unternehmen.

So steht Schatorjé auf mehreren Standbeinen. Das Grundlegende ist der klassische Busbetrieb. Schatorjé bringt täglich über 1000 Kinder zur Schule und ist auf mehreren Buslinien im Einsatz – etwa für die Niag und nicht zuletzt für Gelderns Stadtlinie. Natürlich kann man auch Busse mieten, für kurze Ausflüge wie für längere Fahrten.

Sie planen die Reisen: Ruben Gerbecks, Philipp Goergen, Martina Koenen, Dennis Kinnar und Gerda Heald. Foto: Evers, Gottfried (eve)
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Aus den Gruppenreisen entwickelte sich seit 1988 das individuelle Reiseangebot. Der über 100 Seiten starke Katalog mit den Busreisen bietet Ziele in Deutschland und ganz Europa an. Dazu kommen die Tagesfahrten mit Klassikern wie Dorf Münsterland oder den Keukenhof, aber auch Musicals, Shows und Stadttouren. Selbst London oder Paris sind ohne Übernachtung zu buchen. Aus dem Team, das diese Reisen organisiert und vorbereitet, entstand nun auch das Flugreisenangebot – vom Airport Niederrhein aus in Zusammenarbeit mit dem Flughafen und „Airport Weeze-Reisen“. Das Team organsiert auch Reisen für Gruppen. „Wir haben auch den Rom-Besuch der gesamten Gaesdonck mit gut 900 Teilnehmern abgewickelt“, so Thomas Schatorjé. Dazu kommt als weiteres Standbein das Reisebüro, bei dem man Reisen aller namhaften Anbieter buchen kann. Umgekehrt gibt es auch gut 30 Reisebüros in der Region und bis in die Eifel, die ihren Kunden die Reisen von Schatorjé anbieten.

Allein mit den eigenen Reiseangeboten bewegt Schatorjé jährlich weit über 10.000 Menschen. Die vielen Passagiere im Schul- und Linienverkehr lassen sich gar nicht zählen. Das alles stemmen Thomas und Renate Schatorjé mit ihrem über 60-köpfigen Team. Und für den Unternehmer, der angesichts der Vielzahl von Aufgaben eigentlich nicht mehr selbst hinter dem Steuer eines Busses zu finden ist, ist die Reise noch lange nicht zu Ende.

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