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Das bietet das Parkfest 2022 auf Schloss Wissen

Führungen und viel Programm in Weeze : Parkfest auf Schloss Wissen

Das stimmungsvolle Fest in imposanter Umgebung findet am Sonntag, 10. Juli, statt. Der Erlös ist für die Krankenbruderschaft Rhein Maas bestimmt.

Auch das Parkfest auf Schloss Wissen hatte unter den Folgen der Corona-Pandemie zu leiden. Noch im vergangen Jahr gab es in Wissen lediglich einen Tag des offenen Parkes. Das Schloss war da tabu.

Diesmal soll es aber wieder ein Parkfest in gewohnter Form geben. Am Sonntag, 10. Juli, findet die Veranstaltung auf der imposanten Schlossanlage statt. Das Parkfest in der prächtigen Umgebung von Schloss Wissen ist der äußere Rahmen, viel wichtiger ist für Raphaël Freiherr von Loë allerdings die Idee dahinter. Das betont er immer wieder. Seit vielen Jahren organisiert die Krankenbruderschaft Rhein Maas eine Pilgerfahrt nach Lourdes, die auch vielen Kranken die Möglichkeit gibt, in die Stadt zu pilgern. Mit dem Zug geht es gemeinsam nach Frankreich. Die Kranken werden die ganze Reise über liebevoll betreut. Um diese Pilgerfahrt finanziell zu unterstützen, kamen die Verantwortlichen vor etlichen Jahren auf die Familie von Loë zu und es entstand die Idee von einem Parkfest auf Schloss Wissen. Und auch diesmal ist der Erlös des Parkfests für die Krankenbruderschaft Rhein Maas bestimmt.

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Die Besucher erwartet wieder ein vielseitiges Programm: Nach einer Heiligen Messe ab 10 Uhr in der Schlosskapelle – es singt der Kevelaerer Männergesangsverein – beginnt das Parkfest. Im Innenhof erwartet die Gäste ein buntes Marktgeschehen zwischen Trödel und selbstbemaltem Porzellan. Und auch für den Magen ist gesorgt – mit Süßem in den historischen Sälen und Deftigem im Schlosspark.

Besonders beliebt sind die Führungen, bei denen die Anlage unter fachkundiger Leitung besichtigt werden kann. Vier Alternativen stehen zur Auswahl: Zu besichtigen sind das Schloss samt Sälen, die Kapelle und der weitläufige Park. Highlight für die Kinder ist die Führung ins Burgverlies.

Wieder würde sich der Hausherr freuen, wenn Gäste historische Erinnerungsstücke oder Fotos von Schloss und Umfeld mitbringen, die zur Bereicherung der Wissener Sammlung solcher Fundstücke beitragen. Im Gegenzug verspricht Raphaël Freiherr von Loë persönliche Führungen.

Im vergangenen Jahr hatte die Veranstaltung im Nachgang auch zu ganz besonderen Begegnungen geführt. Denn auch beim Tag des offenes Parks im September war um Fotos oder historische Erinnerungsstücke von Schloss Wissen gebeten worden.

Jetzt löste Raphaël Freiherr von Loë das Versprechen ein und empfing die Besucher, die Erinnerungsstücke mitgebracht hatten. Bei dem Treffen drehte es sich dann gleich um zwei Geschichten, die mit der Bahn zu tun haben. Johannes Geurtz aus Weeze hatte ein Foto der „Blockstelle Wissen“ mitgebracht, Ernst Koppers aus Kevelaer den Bericht zu einem Denkmal, das angesichts des tragischen Unfalls des Bahnmitarbeiters Conrad Tewes (5. Juni 1912) auf dem Gelände von Schloss Wissen errichtet worden war. Nachdem der Hausherr seine insgesamt sechs Gäste zunächst durch die historischen Säle des Schlosses und die Kapelle geführt hatte, entspann sich bei Kaffee und Kuchen ein lebhafter Austausch zu den „Fundstücken“. „Wo etwa die besagte Blockstelle Wissen wirklich gestanden hat, ist unklar“, so von Loë. Vielleicht auf Höhe des Weezer Bahnhofes, der damals noch zur Gemarkung Wissen zählte oder sogar in Wissen an der Sieg? Die Frage blieb offen.