Weeze: Cyriakusplatz: Pflaster wird aufbereitet

Weeze: Cyriakusplatz: Pflaster wird aufbereitet

Immer wieder gibt es lose Steine auf der Fläche vor dem Rathaus und der angrenzenden Kevelaerer Straße. Jetzt soll der komplette Bereich neu mit Sand verfugt werden. Es geht um 50 Stellen auf dem gesamten Areal am Rathaus in Weeze.

Der Cyriakusplatz ist der prägende Platz mitten im Ortskern von Weeze. 2011 war das Areal komplett neu gestaltet worden, zwei Jahre später dann auch der Bereich an der Kevelaerer Straße, der sich in das Gesamtbild einpassen soll. Rund 1,6 Millionen Euro hat die Gestaltung des Platzes damals gekostet.

Doch so ganz zufrieden ist die Gemeinde mit der Situation nicht. Immer wieder hatte es Kritik gegeben, weil Steine sich verschoben haben, offenbar weil es Probleme mit den Fugen gibt. Die Gewährleistung ist zwar inzwischen abgelaufen, im Zuge der Kulanz hat die Baufirma im vergangenen Jahr bereits neuen Sand aufgetragen, um so die Fugen wieder dicht zu machen und zu verhindern, dass die Steine sich bewegen.

Im Großen und Ganzen hat das auch geholfen, allerdings gibt es immer noch 50 Stellen, an denen es Probleme mit dem Pflaster gibt. Daher hat sich ein Arbeitskreis damit beschäftigt, wie die Schwierigkeiten am Cyriakusplatz endgültig in den Griff zu bekommen sind. Im Raum stand sogar eine komplette Neuverlegung des Pflasters. Mehrmals sah man sich den Platz genau an, schaltete einen Gutachter ein und kam schließlich zu dem Ergebnis, dass eine Neuverlegung nicht nötig sei. Man soll die Fugen noch einmal angehen.

Das soll jetzt passieren, wie Peter Smits von der Gemeinde jetzt im Bauausschuss erläuterte. Mit der Baufirma ist vereinbart, dass sie bis zum 30. April den Platz noch einmal komplett "versandet". Konkret bedeutet das, dass Sand in die Fugen gebracht wird, der dafür sorgen soll, dass die Steine fest liegen und sich nicht mehr bewegen. Voraussichtlich nach den Osterferien soll die Aktion starten, die etwa eine Woche dauern wird. Bis Ende des Jahres soll immer wieder kontrolliert werden, ob diese Aktion geholfen hat. Eventuell wird dann wieder nachverfugt. "Es gab immer wieder Diskussionen, weil sich wieder ein Stein gelöst hat. Hiermit soll dann ein Schlussstrich unter die Sache gezogen werden", sagt Smits. Für die Schäden gebe es mehrere Faktoren. Beim Bau gab es wohl Abweichungen beim Maß der gelieferten Pflastersteine, zudem hätten die Bereiche, die stark befahren werden, unter den Fahrzeugen gelitten. Auch durch den Auf- und Abbau der Kirmesgeräte sei es zu Schäden gekommen.

Die Steine seien dadurch in Bewegung gekommen, Kanten aneinandergestoßen und Teile abgebrochen. Durch das Verfugen mit Sand sollen die Steine jetzt fest im Boden bleiben. Es geht um 50 Stellen auf dem Platz, elf davon sind sogar größer als ein Quadratmeter.

Die Politiker signalisierten einhellig ihre Zustimmung zu dem Fahrplan. "Ich denke, das ist eine tragfähige Lösung",. meinte CDU-Fraktionsvorsitzender Guido Gleißner.

(zel)